AWB Köln GmbH Geschäftsbericht 2019
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Ziele und Strategien

Die Schwerpunkte der Geschäftsentwicklung lagen auch im Jahr 2019 darauf, unsere Leistungen kontinuierlich zu verbessern. Dazu haben wir unsere Kosten- und Leistungsstruktur nachhaltig optimiert sowie das Leistungsspektrum ausgebaut. Durch unser breites Dienstleitungsspektrum ergaben sich vielfältige Aufgaben, die mit den neuen Leistungsverträgen mit der Stadt Köln seit dem 1. Januar 2019 noch ausgebaut wurden. Zudem stand auch weiterhin das Thema Nachhaltigkeit im Mittelpunkt des Handelns und Gestaltens. Soweit möglich und sinnvoll, wurden im Zuge dessen alle in den letzten Jahren im Rahmen des Programms zur Qualitäts- und Servicesteigerung erbrachten zusätzlichen Leistungen fest in das Leistungsspektrum der AWB aufgenommen.

Vertriebliche Aktivitäten

Im Vorjahr hat der Rat der Stadt Köln das neue Abfallwirtschaftskonzept verabschiedet. Das Konzept beschreibt den aktuellen Stand der Kölner Kreislauf- und Entsorgungswirtschaft sowie neue abfallwirtschaftliche Maßnahmen für die nächsten zehn Jahre, die die Abfallvermeidung und -verwertung in Köln noch stärker vorantreiben sollen. Insbesondere die Aspekte Entsorgungssicherheit, Abfallvermeidung und -verwertung sind dabei von besonderer Wichtigkeit. Für das Jahr 2020 ist bereits ein erster Sachstandsbericht zum geltenden Abfallwirtschaftskonzept geplant.

Maßnahmen gegen illegale Müllablagerungen/zusätzliche Papierkörbe

Die AWB hat im Berichtsjahr zusätzliche Maßnahmen gegen illegale Müllablagerungen ergriffen. In diesem Rahmen hat die AWB auch begehbare Ränder der Grünflächen gereinigt und illegale Müllablagerungen auf weiteren öffentlich zugänglichen Flächen beseitigt. Die Beseitigung von Schrottfahrrädern wird seit dem Berichtsjahr weiter optimiert, so dass die AWB solche Räder künftig mit weniger Verwaltungsaufwand und noch schneller aus dem öffentlichen Raum entfernen kann. Darüber hinaus wurden im Berichtsjahr im öffentlichen Straßenland 200 zusätzliche Papierkörbe und in Grünanlagen zusätzlich rund 300 Papierkörbe und Hundekottütenspender aufgestellt.

Erfolgreicher Abschluss der Teststrecke „Ringe“

Die AWB hat im Berichtsjahr auf einer Teststrecke auf dem Hohenzollernring zwischen Rudolfplatz und Ehrenstraße ein Pilotprojekt zur intensiveren Reinigung durchgeführt. Zusätzliche Reinigungsleistungen wie mehrmalige Nassreinigungen, Kaugummientfernung, manuelles Entfernen von Farbschmierereien sowie der Einsatz von sogenannten Kümmerern konnten das Stadtbild aufwerten.

Reinigung von Stadtmobiliar

Seit dem Jahr 2019 reinigt die AWB in erweitertem Umfang städtisches Mobiliar, wie beispielsweise Absperrungen, Verkehrsbeschilderungen, Bänke und Lichtsignalanlagen. Diese Maßnahmen werten das Stadtbild deutlich auf. 

Toiletten

Die AWB hat das Geschäftsfeld „Toiletten“ auch im Berichtsjahr konsequent ausgebaut. Sie hat an den Standorten Turkuplatz und Severinswall zwei neue City-Toiletten eröffnet, so dass aktuell zwölf Standorte stadtweit in Betrieb sind. Darüber hinaus wird an der Trimbornstraße ein festes Urinal getestet. Insgesamt verzeichnete die AWB im Jahr 2019 rund 1,3 Mio. Nutzer. Das entspricht der Nutzerzahl des Vorjahres. Für das Jahr 2020 sind drei weitere City-Toiletten geplant.

Grill-Scouts

In den Sommermonaten verlagern sich Freizeitaktivitäten immer stärker in den öffentlichen Raum, insbesondere in die Grünanlagen. Die AWB setzt deshalb bereits seit mehreren Jahren sogenannte Grill-Scouts ein. Die Scouts haben im Jahr 2019 an Schönwetter-Wochenenden von April bis September insgesamt 33 Aktionen (Vorjahr 36 Aktionen) durchgeführt. Sie informieren die Besucher über nächstgelegene Asche- und Müllbehälter und verteilen Picknick-Müllbeutel. Im Fokus der Aktivitäten standen die Grünanlagen am Aachener Weiher, am Decksteiner Weiher, der Beethovenpark, der Volksgarten, der Vorgebirgspark, die Poller Wiesen, die Rodenkirchener Riviera, der Klingelpützpark, der Blücherpark und der Olof-Palme-Park.

Vermeidung von Einwegbechern

In Köln nutzen Menschen täglich 180.000 Einwegbecher für Heißgetränke und werfen sie dann weg. Um Mehrweglösungen als Alternative zum Einwegbecher zu fördern, ist im Jahr 2018 die Website www.coffee-to-go.koeln gestartet. Die Stadt Köln und die AWB haben die Website gemeinsam mit der IHK Köln sowie in Abstimmung mit weiteren Verbänden und Unternehmen aus Handel und Gewerbe entwickelt. Die Website ist der erste größere Schritt einer auf mehr Nachhaltigkeit ausgerichteten Initiative zum Thema „Coffee to go“ in Köln. Die Website richtet sich sowohl an Konsumenten als auch an alle Unternehmen, die Heißgetränke in Köln anbieten. Die Smartphone-optimierte Seite informiert per Übersichtskarte auf einen Blick darüber, welche Verkaufsstellen in der Nähe Mehrwegbecher ausgeben und wieder zurücknehmen oder mitgebrachte kundeneigene Becher befüllen. Seit dem Start der Site haben sich mehr als 243 Ausgabestellen registriert, die teilweise auch einen Preisvorteil auf das Heißgetränk im Mehrwegbecher bieten. Die neue „Coffee to go“-Website konnte im Berichtsjahr rund 16.100 Zugriffe verbuchen.

Aktion „Kölle putzmunter“

Wie in den Vorjahren übernahm die AWB die Koordination und Logistik der ganzjährigen Aktion „Kölle putzmunter“. Die wichtigsten Kooperationspartner der AWB waren die Stadt Köln und die Zeitung „Express“. Im Berichtsjahr beteiligten sich rund 300 Vereine und Institutionen, 80 Schulen sowie 20 Kindertagesstätten an den insgesamt 405 Maßnahmen (Vorjahr 275 Maßnahmen). Die Beteiligten sammelten rund 560 m³ Abfall (Vorjahr 502 m³).

Vermarktungsniveau für Sekundärrohstoffe

Weiter sinkende Erlöse für Sekundärrohstoffe, insbesondere für Altpapier, Alttextilien und Elektroschrott prägten das Berichtsjahr. Nachdem China solche Stoffe nicht mehr abnimmt, gab es zunächst zwar neue Abnehmer in Asien. Dennoch sanken die Erlöse Monat für Monat weiter, denn am Markt bestand ein Überangebot an Altpapier und die Lager der Händler waren übervoll. Die Absätze bei den Kunststofffraktionen haben sich zum Teil wieder leicht erholt, nachdem sie zuvor problematisch waren. Statt Zuzahlung gibt es wieder leichte Vergütungen.

Auch die Preise für Altpapier sind nach dem chinesischen Importstopp im Jahr 2019 noch weiter eingebrochen. Untere Sorten liegen im Zuzahlungsbereich und auch für die Altpapierqualität der sogenannten „Deinkingware“ sind die Erlöse stark eingebrochen. In Italien wurde Deinkingware im Dezember bereits aus dem Handel genommen, da es kaum noch Nachfragen seitens der Papierfabriken gab. Im Dezember lagen die Papiererlöse für die gängigen Sorten zwischen 27 €/t und 40 €/t unter den Notierungen vom Jahresanfang. Einziger Lichtblick sind neu geplante Produktionskapazitäten auf Altpapierbasis. Allein in Deutschland sollen im Jahr 2020 Produktionskapazitäten von 1,5 Mio. Tonnen und weiteren 2 Mio. Tonnen bis zum Jahr 2021 entstehen.

Es gestaltet sich zunehmend schwierig, Alttextilien wirtschaftlich interessant zu vermarkten. Gründe dafür sind eine anhaltende Qualitätsverschlechterung, die vornehmlich durch qualitativ minderwertigere Kleidung verursacht wird, und das Überangebot. Zwar handelt es sich nicht um ein Köln-spezifisches Problem, doch der steigende Anteil minderwertiger Kleidungsqualität wirkt sich auch bei der AWB negativ auf die Erlöse aus, ebenso wie eine zunehmende Fehlwurfquote in den Sammelbehältern. Im Jahresmittel musste ein deutlicher Rückgang der Erlöse gegenüber dem Jahr 2018 verzeichnet werden.

Der Markt für Elektroaltgeräte ist nach wie vor sehr volatil. Die Stiftung „Elektro-Altgeräte Register“ (EAR) erfasst nur rund 40 % der in Deutschland anfallenden Altgeräte. Vor allem das manuelle Ausbauen der werthaltigen Bauteile, die schlechteren Qualitäten und der zunehmende Anteil von Kunststoffen bei den Elektrokleingeräten schmälern die Erlöse. Die Erlöse für Haushaltsgroßgeräte sind noch geringer als in den Vorjahren, aber noch nicht von einer Zuzahlung betroffen. Für die Haushaltskleingeräte waren im vierten Quartal 2019 keine positiven Erlöse mehr zu erzielen, sondern Zuzahlungen zu leisten. 

Auch die Schrottpreise sind 2019 im Vergleich zum Vorjahr nochmals um rund 30 €/t gefallen.

Geschäftsfeldentwicklung und Digitalisierung

Die AWB hat zahlreiche interne Maßnahmen und externe Aktivitäten im Rahmen ihrer Digitalisierungsstrategie durchgeführt. Ziel war es, die Dienstleistungspalette aus Sicht der Kunden zu schärfen und den Überblick über das Angebot der AWB zu vereinfachen. Die AWB wird diesen Weg der Optimierung 2020 fortsetzen, und hierbei die Einführung eines digitalen Webshops vorbereiten.

In enger Partnerschaft mit der Stadt Köln hat die AWB das Projekt „Reinigungskataster“ weiter fortgeführt. Im Jahr 2019 lag der Schwerpunkt in diesem Bereich in der Fertigstellung des Pilotgebiets „Domumfeld“ mit einer Darstellung von Reinigungszuständigkeiten und -häufigkeiten.

Kundenkontakte im Service-Center

Das Service-Center verzeichnete im Berichtsjahr rund 363.000 Kundenkontakte, davon erfolgten 177.000 telefonisch und 186.000 Kontakte online. Im Vergleich zum Vorjahr haben die Onlinekontakte um 31 % zugelegt, die telefonischen Kontaktaufnahmen gingen um 20 % zurück. Insgesamt hat sich dadurch das Gesamtvolumen um 3 % leicht reduziert. Die Reduzierung des Anrufvolumens führen wir auf eine schnellere Gesprächsannahme und deutlich verbesserte Erreichbarkeit zurück.

Beratungsangebote in den Stadtbezirken

Die AWB hat das Angebot zur Beratung vor Ort in den Stadtbezirken im Jahr 2019 weiter fortgeführt. Insgesamt hat die AWB 4.500 Bürger erreicht und rund um die Themen Abfalltrennung und -verwertung beraten. 

Die AWB hat sich auch im Berichtsjahr an der bundesweiten Aktion „Biotonne“ beteiligt und innerhalb der Aktionswochen 90 Bürgerinnen und Bürger rund um das Thema Biotonne beraten. Insgesamt lag das Volumen zur Bioberatung im Jahr 2019 bei rund 1.900 Kontakten.

Social Media

Seit dem Herbst 2018 ist die AWB Köln GmbH über Facebook, Twitter und Instagram erreichbar. Hier können sich interessierte Personen alle News, Meldungen, Fotos und Videos anschauen.

Mit den neuen Möglichkeiten der Online-Kommunikation intensiviert die AWB noch stärker den direkten Kundendialog und bietet einen weiteren Kontaktkanal als Serviceleistung an. Die AWB hat die entsprechenden Aktivitäten auch im Berichtsjahr intensiv weiterverfolgt.

Beratungsangebote „Sauberkeit in Köln“

Die AWB bietet zu den Themen Abfallvermeidung, Wertstoffsammlung und Stadtsauberkeit in Tageseinrichtungen für Kinder sowie in Schulen und bei Erwachsenen kostenlose Beratungen, Aktionen sowie Führungen über einen AWB-Betriebshof an.

Insgesamt hat das Unternehmen mit diesen zielgruppenspezifischen Angeboten in rund 680 Beratungen und Aktionen sowie 280 Betriebshofführungen rund 9.000 Erwachsene und 20.000 Kinder erreicht.

Leistungserbringung und Produktivität

Im Berichtsjahr wurden die Hauptleistungsbereiche der AWB – Stadtreinigung und Abfallbeseitigung – von den im Folgenden dargestellten Aufgaben geprägt. 

Systemabfuhr (Restmüll- und Biomüllsammlung)

Im Rahmen der klassischen Systemabfuhr war die AWB im Jahr 2019 für rund 270.500 (Vorjahr rund 268.500) Entleerungen pro Woche verantwortlich. Dazu zählen auch die Arzt- und Biomüllgefäße. Bis zum Ende des Berichtsjahres hat die AWB im gesamten Stadtgebiet wöchentlich rund 86.600 (Vorjahr rund 84.500) Biomüll-Entleerungen durchgeführt. Der Anschlussgrad der Bio-Tonne stieg bis zum Ende des Jahres 2019 nochmals leicht von rund 60,2 % im Vorjahr auf rund 61,6 %.

Dabei hat die AWB rund 242.200 t Restmüll (Vorjahr rund 245.800 t) und ca. 39.800 t Biomüll (Vorjahr rund 38.100 t) im Kölner Stadtgebiet eingesammelt und über Straße sowie Schiene in die städtischen Entsorgungsanlagen transportiert. Daneben fielen insgesamt rund 41.000 t Sperrgut (Vorjahr rund 40.800 t) an. Davon sammelte die AWB rund 20.100 t (Vorjahr rund 19.200 t) im Rahmen des Holsystems ein.

Abfuhr Altpapier- und Wertstofftonne

Am 31. Dezember 2019 betrug die Anschlussquote für die Blaue Tonne (Papiersammlung) 91,5 % (Vorjahr 91,1 %) und für die Gelbe Tonne (Wertstofftonne) 85,4 % (Vorjahr 84,7 %). Die gesammelte und verwertete Altpapiertonnage lag rund 2.000 t unter dem Vorjahreswert. Die Sammelmengen aus den Wertstofftonnen sind hingegen leicht gestiegen.

Wertstoff-Center

In den Monaten Januar bis Dezember 2019 lieferten die Kunden insgesamt rund 20.900 t Sperrgut (Vorjahr rund 21.700 t) bei den Wertstoff-Centern an. Dabei konnten rund 10.200 t Altholz (Vorjahr rund 10.900 t) separiert werden.

Darüber hinaus nahmen AWB-Mitarbeiter dort rund 5.600 t Grünschnitt (Vorjahr rund 5.900 t) sowie rund 2.200 t Altmetall (Vorjahr rund 2.200 t) an. Die ebenfalls angebotene Abgabe von Papier, Pappe und Kartonagen nutzten die Kölner mit einer Anliefermenge von rund 2.700 t (Vorjahr rund 2.800 t).

Die wöchentlichen Reinigungsmeter in der satzungsgemäßen Stadtreinigung beliefen sich im Jahr 2019 auf rund 9.170 Tsd. m (Vorjahr rund 9.160 Tsd. m). Damit konnte die AWB ihre Reinigungsleistung gegenüber dem Vorjahr erneut geringfügig erhöhen. Im öffentlichen Straßenland standen zum 31. Dezember 2019 insgesamt rund 14.450 Papierkörbe (Vorjahr rund 14.250) für die Aufnahme von Kleinabfällen zur Verfügung.

Zusätzlich hat die AWB wie im Vorjahr nicht gewidmete Straßen und Straßen außerhalb geschlossener Ortslagen im Auftrag des Amtes für Straßen und Verkehrstechnik auf einer Länge von insgesamt rund 1.650 Tsd. wöchentlichen Reinigungsmetern gereinigt. Die Stadtreinigung der AWB hat auch die satzungsgemäße Reinigungsverpflichtung des Amtes für Landschaftspflege und Grünflächen von insgesamt rund 105 Tsd. wöchentlichen Reinigungsmetern im Jahr 2019 erneut übernommen.

Wir haben mehr als 1.600 Grünanlagen und Spielplätze von Abfällen befreit. Dazu gehört auch die sogenannte „Picknickreinigung“. Je nach Notwendigkeit haben wir auch an Sonn- und Feiertagen insgesamt 52 besonders stark frequentierte Anlagen (Vorjahr 49) gereinigt.

Winterdienst

Die Räum- und Streueinsätze des Jahres 2019 fanden vor allem im ersten Quartal des Jahres, insbesondere im Januar, statt. Der Verbrauch an Streusalz fiel mit rund 2.300 t nur um rd. 400 t geringer aus als im Vorjahr (rund 2.700 t). Dabei waren in der zweiten Winterhälfte zum Jahresende hin keine nennenswerten Einsätze mehr erforderlich.

Sonstiges

Die städtische Altkleidersammlung, die auch zu den Aufgaben der AWB zählt, führte unter Berücksichtigung von Mehrfachleerungen im Jahr 2019 zur Entleerung von insgesamt rund 800 Sammelcontainern pro Woche.

Die Betreuung der öffentlichen Toilettenanlagen gehörte auch im Berichtsjahr wieder zum Aufgabenbereich der Stadtreinigung. Die Zahl der City-Toiletten konnte 2019 auf insgesamt zwölf erhöht werden. Wie schon im Jahr zuvor hat die AWB auch im Sommerhalbjahr 2019 wieder Mobiltoiletten in den Grünanlagen aufgestellt und gereinigt. Dabei wurden insgesamt 18 Toiletten betreut.

Die Werkstätten Maarweg und Gießener Straße erbringen für ihre internen und externen Kunden ein breites Spektrum an Dienstleistungen. Neben Reparaturen, Wartungen, Nachrüstungen, Instandsetzungen und gesetzlichen Prüfungen gehören auch Außenmontagen, ein Hol- und Bringservice sowie Sondereinsätze und Bereitschaftsdienste dazu.

An beiden Werkstattstandorten hat die AWB in den vergangenen Jahren in die Mitarbeiterqualifikation und Mitarbeiterentwicklung investiert. Außerdem hat die AWB neue Prüf- und Diagnosegeräte angeschafft, um das Dienstleistungsangebot auf dem neuesten Stand zu halten und gesetzlichen Anforderungen nachzukommen.

Die Auftragsstunden summierten sich auf insgesamt rund 60.500 Stunden (Vorjahr rund 62.500 Stunden).

Ein weiterer wesentlicher Schwerpunkt war im Jahr 2019 der finale Abschluss der Vertragsverlängerung für die Werkstattleistungen für die Stadt Köln und die damit einhergehende neue Vertragsgestaltung. In enger Kooperation mit der Stadt Köln konnten wir die Basis für eine weitere erfolgreiche Zusammenarbeit legen. So kann die Stadt Köln zukünftig von den optimierten Werkstattprozessen profitieren.

Zwei Großprojekte prägten im Jahr 2019 die Werkstatt: Zum einen die Planung einer Werkstatt auf dem neuen Betriebsgelände Christian-Sünner-Straße und zum anderen die Einführung einer neuen Software für Werkstattsteuerung und Fuhrparkmanagement. 

Bei der Planung der neuen Werkstatt war es wichtig, die weitere Diversifizierung des Fuhrparks sowohl bei der AWB selber als auch beim städtischen Fuhrpark zu berücksichtigen.

Die neue Werkstatt-Software beinhaltet unter anderem ein Kundenportal, das es den Dienststellen der Stadt ermöglicht, den Reparatur- und Wartungsprozess „on-time“ nachzuvollziehen, also jederzeit den aktuellen Stand von Reparatur- und Wartungsarbeiten nachzuvollziehen.

Beim Gebäudemanagement stand neben der laufenden Betreuung des Gebäudebestandes die Verlegung des Betriebshofes Gießener Straße auf der Tagesordnung. Das Grundstück Gießener Straße wurde bereits im September 2016 verkauft; der Besitzübergang steht unverändert noch aus. Ein Ersatzgrundstück wurde in Köln-Kalk in der Christian-Sünner-Straße erworben. Die Fertigstellung des neuen Betriebshofes ist für den Herbst 2020 geplant. Aktuell entspricht der Projektstatus im Wesentlichen dem Zeitplan.

Aufgrund der Entwicklung der AWB in den letzten Jahren sind sämtliche Standorte an die Grenzen ihrer Kapazitäten gestoßen. Neben dem Bau des neuen Betriebshofes Christian-Sünner-Straße überarbeitet die AWB daher auch die Nutzungskonzepte für die anderen bestehenden Standorte.

Zur Ausweitung der Kapazitäten hat die AWB Ende des Jahres 2019 in diesem Zusammenhang ein weiteres Betriebsgelände an der Robert-Perthel-Straße erworben. Dieses kann die AWB nach Übergabe durch den Verkäufer und nach Durchführung der erforderlichen Umbaumaßnahmen jedoch voraussichtlich erst ab Spätsommer 2021 nutzen.

Die AWB-Fahrschule konnte im Berichtsjahr die Anzahl der praktischen LKW-Führerscheinausbildungen sowohl für interne als auch städtische Fahrschüler von 100 Ausbildungen im Jahr 2018 auf 105 Ausbildungen geringfügig erhöhen. Die Teilnehmerzahl an den Modulschulungen stieg deutlich um rund 73 %. Wegen einer vermehrten Nachfrage der Stadt Köln veranstaltete die AWB auch mehr Schulungen zu den Themen Ersterwerb (+34 %) und allgemeine Weiterbildung der Berufskraftfahrer (+85 %).

Im Berichtsjahr wurden für die AWB insgesamt 180 Fahrzeuge und Geräte beschafft. Davon erhielt die Abteilung Abfallwirtschaft 17 Abfallsammelfahrzeuge und sieben weitere Anhänger und Geräte.

Für die Abteilung Stadtreinigung konnten insgesamt 150 Fahrzeuge und Geräte in den Einsatz gebracht werden. Dazu zählen 30 Kolonnenwagen, 27 Kehrmaschinen in verschiedenen Größen, 19 Schneepflüge, 13 Anhänger, elf Kommunaltransporter, elf Aufbaustreuer und weitere neun Elektro-Fahrzeuge und 22 Elektro-Geräte sowie acht sonstige Arbeitsgeräte.

Der Verwaltungsbereich erhielt insgesamt sechs Fahrzeuge, davon fünf mit Elektro- oder Hybridantrieb sowie ein Fahrschul-Kfz.

Im Jahr 2019 hat die AWB ihre ergänzenden ökologischen Erfordernisse an den Fuhrpark, insbesondere in Bezug auf CO2-Einsparungen, weiter konsequent durch ihre Neuanschaffungen umgesetzt. Dies geschah vor allem durch den weiteren Austausch älterer Fahrzeuge und den Beschluss, einen Großteil der PKW-Flotte zukünftig Schritt für Schritt auf Elektroantrieb umzustellen. Auch im Bereich der Kleingeräte hat die AWB die Beschaffung von Fahrzeugen und Geräten mit Elektroantrieb weiter forciert. Das wird auch in den Ausführungen zu den neu beschafften Fahrzeugen und Geräten deutlich.

Das Thema alternative Antriebe verfolgt die AWB weiterhin mit Nachdruck und in enger Zusammenarbeit mit anderen Kommunen und Verbänden.