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Zwischen Kostendisziplin und öffentlichem Auftrag

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2026
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KölnBäder behaupten sich in herausforderndem Umfeld

Die KölnBäder blicken auf ein herausforderndes Geschäftsjahr 2025 zurück. Unerwartete und teils längerfristige Schließungen einzelner Bäder aufgrund zwingend erforderlicher Instandhaltungsmaßnahmen führten im Berichtsjahr zu mitunter eingeschränktem Betrieb. Gleichzeitig wirkten sich gestiegene Aufwendungen für Reparaturen sowie höhere Personalkosten infolge des Tarifergebnisses auf die wirtschaftliche Entwicklung aus.

Dank guter Umsätze und gleichzeitig strenger Kostendisziplin erzielten die KölnBäder dennoch ein besseres Ergebnis als geplant. Der Jahresfehlbetrag vor Verlustübernahme in Höhe von 23,9 Mio. € ist um 0,1 Mio. € niedriger ausgefallen als im Wirtschaftsplan vorgesehen. Der Verlust je Besucher belief sich im Berichtsjahr auf 8,40 € (2024: 7,72 €). Die Umsatzerlöse lagen mit 18,6 Mio. € auf Vorjahresniveau (2024: 18,7 Mio. €).

„2025 hat gezeigt, wie wichtig Resilienz, Kostendisziplin und langfristiges Denken für die Zukunft der KölnBäder sind. Wir haben es geschafft, die Balance zwischen wirtschaftlicher Tragfähigkeit, technischer Erneuerung und öffentlichem Auftrag zu meistern. Auch für die kommenden Jahre bleibt dieser Dreiklang unsere zentrale Herausforderung“, betont Claudia Heckmann, Geschäftsführerin der KölnBäder GmbH.

Instandhaltungsmaßnahmen

Von den längeren Schließzeiten waren im Geschäftsjahr 2025 einige der 13 Bäderkomplexe betroffen. Instandhaltungsmaßnahmen fanden unter anderem in Chorweiler mit Arbeiten an der Badewassertechnik und Elektroverteilung, in Wahn mit Maßnahmen an der Filteranlage sowie im Lentpark mit Arbeiten an der Mess- und Regeltechnik der Wasseraufbereitung statt.

Auch die Planungen für das Agrippabad mussten im Laufe des Jahres angepasst werden. Der ursprünglich vorgesehene Umbaustart Anfang 2026 konnte nicht erfolgen, da sich ein deutlich größerer baulicher Sanierungsbedarf zeigte als zunächst angenommen. Stattdessen wurde zunächst eine temporäre Instandsetzung vorgesehen, um eine Wiedereröffnung im Sommer 2026 zu ermöglichen. Parallel werden die weiteren Sanierungsschritte in enger Abstimmung mit den Gesellschaftern bewertet.

Investitionen und Verantwortung

Trotz der herausfordernden Rahmenbedingungen setzten die KölnBäder im Berichtsjahr wichtige Projekte um. Dazu zählen unter anderem die UV-Schutztour „UV-Schutz im Freibad – Mach den Sonnencheck“ mit begleitenden Aktionswochen in den Freibädern oder die Fortführung der Kampagne „Ich sag’s!“ gegen Grenzverletzungen im Schwimmbad. „Die KölnBäder leben von den Menschen, die täglich Verantwortung übernehmen. Das Engagement unserer Mitarbeitenden macht diese wichtigen Projekte für Stadt und Menschen erst möglich“, sagt Markus Sterzl, Geschäftsführer der KölnBäder GmbH.

Auch im Bereich Innovationen treiben die KölnBäder wichtige Entwicklungen voran. Seit Ende 2025 ist im Ossendorfbad ein KI-basiertes Ertrinkendenerkennungssystem im Einsatz. Zudem wurde der Einsatz einer autonom fahrenden Eisbearbeitungsmaschine im Lentpark vorbereitet, die für die kommende Eissaison vollständig in Betrieb genommen wird.

Nachhaltigkeit und Modernisierung

Nachhaltigkeit bleibt ein zentraler Bestandteil der strategischen Ausrichtung der KölnBäder. Im Rahmen laufender Erneuerungsmaßnahmen wurde in den Bädern Ossendorf, Rodenkirchen, Wahn und Zündorf auf energieeffiziente LED-Technologie umgestellt. Zudem setzen die KölnBäder verstärkt auf wiederaufbereitete IT-Geräte und verlängern die Nutzungsdauer ihrer Produkte über den regulären Lebenszyklus hinaus.

An der weiteren strategischen Verankerung des Themas Nachhaltigkeit arbeitet seit Mitte 2025 ein neu eingesetzter Nachhaltigkeitskoordinator. Zudem wurde im Berichtsjahr ein Nachhaltigkeitskonzept „Bau und Bäderbetrieb“ erstellt, das 2026 fortgeschrieben und weiterentwickelt werden soll.

Besuchszahlen

Die Gesamtbesucherzahl des Jahres 2025 lag aufgrund der vermehrten Schließungen unter dem Vorjahresniveau. Insgesamt verzeichneten die KölnBäder 2.399.068 Badegäste (2024: 2.498.183). Davon nutzten 1.300.050 Badegäste die öffentlichen Schwimmzeiten. Für 1.099.018 Badegäste kamen zu den Schwimmzeiten für Schulen und Vereine in die Bäder. Die wirtschaftlich wichtige Freibadsaison entwickelte sich meteorologisch nicht wie erhofft und blieb insbesondere in den Sommerferien hinter den Erwartungen zurück. Insgesamt besuchten 859.152 Gäste die Freibäder (2024: 903.821).

Positiv entwickelte sich dagegen der Eisbereich. Mit 254.873 Besucherinnen und Besuchern wurde hier ein neuer Höchstwert erreicht. Auch die Saunabereiche entwickelten sich stabil: 127.494 Gäste nutzten die Saunalandschaften der KölnBäder, was einem Zuwachs von gut drei Prozent entspricht.

Mit ihren beiden Fitnessbereichen AgrippaFit und RochusFit zählen die KölnBäder weiterhin zu den beliebtesten Adressen des lokalen Fitnessmarktes. Zum Ende des Berichtsjahres verzeichnete das AgrippaFit 1.486 Mitglieder, RochusFit kam auf 2.529 Mitglieder. Insgesamt wurden die beiden Fitnessstudios im Berichtsjahr 217.298 Mal genutzt.

Mitarbeitende und Ausbildung

Die KölnBäder beschäftigten zum Ende des Berichtsjahres 312 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer inklusive Saisonkräfte, darunter 12 Auszubildende.

Die KölnBäder verstehen sich als zukunftsorientierte Arbeitgeberin mit aktiver Personalpolitik. Um dem herausfordernden Fachkräftemarkt zu begegnen, wurde die Präsenz in den Sozialen Medien weiter ausgebaut. Zudem präsentierte sich das Unternehmen beim Karrieretag im RheinEnergie-Stadion mit einem Messestand.

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