#Herzschlag für Köln

Mobilität ist eine der Grundlagen modernen Lebens. Menschen müssen zur Arbeit, zur Schule, zu Terminen und Freizeitangeboten gelangen. Gleichzeitig wachsen die Anforderungen an Verkehrssysteme insbesondere in urbanen Zentren. Auch Köln entwickelt sich weiter, die Zahl der Einwohner steigt und auch die täglichen Wege werden vielfältiger. Als die zentrale Mobilitätsdienstleisterin in Köln stellt sich die KVB diesen Anforderungen und arbeitet intensiv für ein vernetztes und leistungsfähiges Mobilitätssystem für Köln und die Region.

Zwölf Stadtbahnlinien bewegen Köln.
180 Millionen Menschen fuhren 2025 mit den Bahnen der KVB. © KVB / Oliver Güth

Alternative Antriebe für KVB-Busse.
Bis 2035 möchte die KVB ihre Busflotte auf Batteriebetrieb umstellen. © KVB / Oliver Güth
Vernetzen
Die zwölf Stadtbahnlinien und rund 70 Buslinien der KVB wurden 2025 von 237,5 Mio. Menschen genutzt. Zudem bietet die KVB seit Mai 2015 auch mit dem KVB-Rad auch Leihräder an. Dieses Angebot hat sich innerhalb kurzer Zeit zu einem wichtigen Baustein des Mobilitätsangebotes des Unternehmens entwickelt und ist heute mit insgesamt 3.000 Rädern ein wesentliches Element im Verkehrsmix. Mit ihm lassen sich Bus- und Bahnfahrten sinnvoll verknüpfen und Lücken in den Wegeketten schließen. Das KVB-Rad ist sehr beliebt und verzeichnet von Jahr zu Jahr Ausleihrekorde, allein im Jahr 2025 wurde es rund 5,2 Millionen Mal ausgeliehen.
Das #Team Herzschlag bewegt Köln
Bequemer Zugang
Um Mobilitätsangebote einfacher nutzbar zu machen, kümmert sich die KVB um die sinnvolle und kostengünstige Verknüpfung von Stadtbahn, Bus, KVB-Rad und weitere Mobilitätsangebote. Dafür wurde die Kundeninformation des Unternehmens vollständig auf digitalen Betrieb umgestellt. Die KVB vernetzt ihre Mobilitätsangebote mit denen weiterer Unternehmen, die Carsharing, Leihräder, E-Scooter oder Lastenräder bereitstellen. Die KVB-App ermöglicht dabei nicht nur den einfachen Zugang zu den jeweiligen Angeboten – die digitale Mobilitätsplattform verknüpft die unterschiedlichen Verkehrsträger miteinander.
Vernetzte Mobilität
Die KVB vernetzt ihre Mobilitätsangebote mit denen weiterer Unternehmen, die Carsharing, Leihräder, E-Scooter oder Lastenräder bereitstellen. Die KVB-App ermöglicht dabei nicht nur den einfachen Zugang zu den jeweiligen Angeboten – die digitale Mobilitätsplattform verknüpft die unterschiedlichen Verkehrsträger miteinander. Und natürlich sind auch das Deutschlandticket und sonstige ÖPNV-Tickets über die App buchbar.
Modernisieren
Aktuell investiert die KVB erheblich in ihren Betrieb und die dazugehörige Infrastruktur. Allein im Jahr 2025 brachte das Unternehmen dafür rund 195 Millionen Euro auf. Schwerpunkte sind die Erneuerung der Fahrzeugflotte, der Ausbau der Elektromobilität sowie die Schieneninfrastruktur und die Digitalisierung.
Im Rahmen des schrittweisen Erneuerungsprogramms ihrer Stadtbahnflotte hat die KVB im vergangenen Jahr 132 neue Hochflur-Stadtbahnen beim Hersteller Stadler bestellt. Diese Fahrzeuge werden speziell für das Kölner Netz entwickelt und sollen mehr Kapazität, höheren Komfort und moderne technische Systeme bieten.
Auch die Infrastruktur wird modernisiert, um die langfristige Sicherung der Leistungsfähigkeit des Netzes etwa durch Gleiserneuerungen, Bahnsteigsanierungen, Verbesserungen der Bahnstromversorgung sowie durch den Austausch von Rolltreppen und technischen Anlagen zu gewährleisten. Dazu gehören auch die Digitalisierung der Kundeninformation. Fahrgäste erhalten nun über App, Fahrplanauskunft, Haltestellenanzeigen sowie Informationssysteme in Fahrzeugen Echtzeitdaten in einheitlicher Form. Dazu gehören Hinweise auf Anschlussverbindungen, Störungen, Umleitungen oder verfügbare Mobilitätsangebote.
Verbessern
Ein sichtbares Beispiel für die Verbesserung ihrer Angebote ist die Elektrifizierung des KVB-Busverkehrs. 2016 nahm die KVB mit der Linie 133 europaweit die erste E-Buslinie in Betrieb und seitdem gehören ihre E-Busse zunehmend zum gewohnten Bild in Köln. Ende 2025 waren 19 Buslinien auf Elektroantrieb umgestellt und mit der Bestellung von 78 weiteren Elektrobussen, die ab 2026 ausgeliefert werden sollen, treibt die KVB die Modernisierung dieser Flotte weiter voran.

Ladeinfrastruktur für E-Busse.
Der E-Busbetriebshof Porz bietet perspektivisch Platz für 180 Busse. © KVB / Christian Seiter

Wartung für E-Busse.
Die alltägliche Wartung und kleinere Reparaturen erfolgen ebenfalls in Porz. © KVB / Christian Seiter
Für diese schrittweise Umstellung auf elektrischen Antrieb spielt der 2024 in Betrieb genommene E-Bus-Betriebshof in Porz eine zentrale Rolle. Der Standort, der derzeit weiter ausgebaut wird, bietet perspektivisch Platz für bis zu 180 Elektrobusse und verfügt über moderne Lade-, Wartungs- und Betriebsanlagen. Bis 2035 möchte das Unternehmen seinen gesamten Busbetrieb vollständig elektrifizieren.
Auch mit der Frage, wie angesichts des hohen Aufwands für Ladetechnik die E-Mobilität in die Fläche gebracht werden kann, beschäftigt sich die KVB. Gemeinsam mit der RheinEnergie und dem Automobilhersteller Ford hat sie bereits 2021 das Projekt MuLI – Multimodale Lademodul-Integration – gestartet.
MuLi – Strom durch Bremsenergie
In Bocklemünd, an einer Haltestelle von Stadtbahn und Bus, haben die KVB und die RheinEnergie gemeinsam mit Ford 2021das Projekt MuLI – Multimodale Lademodul-Integration – gestartet. MuLi ist ein Ladesystem, das die beim Bremsvorgang der Stadtbahnen freigesetzte Energie nutzt, um Batteriebusse der KVB und Kfz mit Elektroantrieb zu laden.
Potenzial für die öffentliche Ladeinfrastruktur
MuLI hat das Potenzial, sich zu einem ressourcenschonenden und kostengünstigen Faktor in der öffentlichen Ladeinfrastruktur zu entwickeln: Denn das flächendeckende Netz zur Stromversorgung von Schienenbahnen, wie etwa der Stadtbahn, ist bereits verfügbar. Zugleich werden Ressourcen geschont, da Pkw-Batterien, die sich für den mobilen Einsatz nicht mehr eignen, als Energiespeicher eingesetzt werden können.
Mit dem neuen Stadtbahn-Betriebshof in Wesseling schließlich setzt die KVB auf langfristige Verbesserungen in Stadtbahnbereich. Die erste Baustufe des neuen Betriebshofs soll bis 2030 fertiggestellt sein und dank zusätzlicher Abstell- und Werkstattkapazitäten die Qualität und Effizienz des Stadtbahnbetriebs stärken.
Ergänzt werden diese Schritte zur Verbesserung des Betriebs durch Maßnahmen zur Erhöhung von Sicherheit und Servicequalität für die Fahrgäste, etwa durch gemeinsame Streifen von KVB, Polizei und Ordnungsamt vor allem an Haltestellen in der Innenstadt
Und nicht zuletzt der Faktor Mensch – qualifizierte und engagierte Menschen sind für den täglichen Betrieb des Öffentlichen Personennahverkehrs unverzichtbar. Die KVB hat daher in den vergangenen Jahren ihre Anstrengungen zur Personalgewinnung und Fahrpersonalausbildung deutlich verstärkt, wodurch sich die Personalsituation und die Betriebsqualität spürbar verbesserten. Im Sommer 2025 konnten im Busbereich alle Fahrplaneinschränkungen zurückgenommen werden, und auch bei der Stadtbahn werden seit Anfang 2026 wieder zusätzliche Fahrten in den Abendstunden und am Wochenende angeboten. Dass im Stadtbahn-Betrieb noch nicht wieder der komplette Regelfahrplan angeboten werden kann, hängt allerdings mit der nach wie vor unbefriedigenden Fahrzeug-Verfügbarkeit und den Problemen bei der Ersatzteilbeschaffung zusammen. Problemen, an deren Behebung mit Hochdruck gearbeitet wird.