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Kölner Verkehrs-Betriebe AG
Zahl der Stammkunden und Verkehrserlöse deutlich gestiegen
Die Kölner Verkehrs-Betriebe (KVB) haben das Geschäftsjahr 2025 mit einem besseren Ergebnis abgeschlossen als im Vorjahr: Es lag mit einem Fehlbetrag von 174,4 Millionen Euro um 10,7 Millionen Euro über dem des Jahres 2024 (minus 185,1 Millionen Euro) und auch über dem Planergebnis von minus 179,9 Millionen Euro. Der Verlust wird im Rahmen des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages durch die Stadtwerke Köln ausgeglichen.
„Wir sind froh, dass wir trotz der unverändert schwierigen betrieblichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen dieses Unternehmensergebnis erreichen konnten“, so Vorstandsvorsitzender Marcel Winter. „Das ist eine Leistung, die nur dank des großen Einsatzes des gesamten #TeamHerzschlag möglich war. Angesichts der bevorstehenden enormen Investitionen in unsere Fahrzeugflotte, unsere Infrastruktur und unsere Betriebshöfe ist allerdings klar, dass dieses Unternehmensergebnis in den nächsten Jahren nicht gehalten werden kann.“
Diese positive Entwicklung hat sich auch in den Fahrgastzahlen niedergeschlagen: Nachdem sie in den Jahren 2023 und 2024 nahezu konstant geblieben waren, konnte 2025 wieder ein leichtes Fahrgastplus verbucht werden. Rund 237,5 Mio. Fahrten wurden im Geschäftsjahr 2025 mit den Bahnen und Bussen der KVB unternommen, rund 1,3 Mio. (0,6 %) mehr als 2024. Die Zahl der Stammkunden ist sogar um sechs Prozent von 334.700 auf 354.800 gestiegen. Mehr als 97 Prozent der Stammkunden sind inzwischen mit einem Deutschlandticket unterwegs.
Eine erfreuliche Entwicklung gab es auch bei den Verkehrserlösen: Sie stiegen um 9,6 Prozent von 244,5 Millionen Euro auf 267,9 Millionen Euro. „Es ist und bleibt ein vorrangiges Ziel, unsere Stammkunden langfristig an uns zu binden und verloren gegangene Fahrgäste zurückzugewinnen“, so Winter.
Große Erfolge bei der Personalgewinnung
Trotz der schwierigen Rahmenbedingungen konnte die KVB in 2025 mit einer Reihe von Projekten wichtige Weichen für die Zukunft eines modernen, attraktiven ÖPNV stellen:
• Dank großer Erfolge bei der Personalgewinnung und der Fahrpersonalausbildung entspannte sich die Personalsituation deutlich. Im Busbereich konnten bereits im Sommer alle Fahrplaneinschränkungen zurückgenommen werden, und auch bei der Stadtbahn werden seit Anfang 2026 wieder zusätzliche Fahrten in den Abendstunden und am Wochenende angeboten. Dass im Stadtbahn-Betrieb noch nicht wieder der komplette Regelfahrplan angeboten werden kann, hängt mit der nach wie vor unbefriedigenden Fahrzeug-Verfügbarkeit und den Problemen bei der Ersatzteilbeschaffung zusammen.
• Das Schweizer Unternehmen Stadler erhielt den Zuschlag für 132 Hochflur-Stadtbahnen, von denen die ersten 2029 geliefert werden sollen. Bei Jebsen & Jessen e-Mobility wurden 78 E-Busse des Herstellers Irizar e-mobility bestellt - die bislang größte Beschaffung des Unternehmens im Busbereich. Die erste Auslieferung soll im Oktober 2026 erfolgen. Der Stadtrat hat zudem die Zusage zur Finanzierung von bis zu 69 weiteren Stadtbahnen gegeben.
• Die Kundeninformation wurde komplett auf digitalen Betrieb umgestellt. Den Fahrgästen werden nun überall die gleichen Echtzeitdaten zu ihrer Fahrt zur Verfügung gestellt. Die technische Umstellung verlief weitestgehend reibungslos. Dass im Anschluss an verschiedenen Stellen im System Fehler auftreten und Nacharbeiten durch die beauftragten Systemhersteller notwendig sein würden, war von vornherein einkalkuliert wurde über die Presse und die KVB-Kundenportale entsprechend kommuniziert. Die KVB arbeitet gemeinsam mit ihren externen Dienstleistern mit Hochdruck an der endgültigen und fehlerfreien Umsetzung der Digitalen Kundeninformation, Verbesserungen sind bereits deutlich erkennbar.
• Um die objektive Sicherheit und das subjektive Sicherheitsgefühl der Mitarbeitenden und der Fahrgäste zu verbessern, sind gemeinsame Streifen von KVB, Polizei und städtischem Ordnungsamt vor allem an den Haltestellen in der Innenstadt unterwegs. An den beiden Haltestellen Neumarkt und Ebertplatz stellt die KVB eine 24/7-Bestreifung sicher. Mit einer Neuorganisation des KVB-Bereichs Fahrgastsicherheit und Service hat sich die KVB Anfang 2026 für einen zielgerichteteren und effektiveren Einsatz der Kolleginnen und Kollegen aufgestellt.
• Die Abrissarbeiten auf dem Norton-Gelände in Wesseling für den Bau eines neuen Stadtbahn-Betriebshof wurden abgeschlossen.
• Das KVB-Rad erzielte mit mehr als fünf Millionen Ausleihen einen neuen Rekord.
• Die Digitalisierung der 24 P&R-Anlagen im Stadtgebiet (mit knapp 4.650 Plätzen) wurde vorangetrieben und soll bis Ende 2026 abgeschlossen sein.
• 2025 wurden 14 Rolltreppen ausgetauscht, im Jahr zuvor waren es acht. Mit mehreren Erneuerungsprogrammen – 2024 bis 2027 mit 34 Anlagen und 2020 bis 2026 mit 42 Anlagen – wird die Anzahl von Störungen erheblich reduziert und der Komfort für die Fahrgäste deutlich gefördert.
Marcel Winter: „Für die nächsten Jahre wird die Umsetzung des Ergebnissicherungskonzeptes, über das der Stadtrat jetzt entschieden hat, unser Schwerpunkt sein. Dieses Konzept haben Stadt, Stadtwerke-Konzern und KVB gemeinsam erarbeitet, um die nachhaltige finanzielle Stabilität und Handlungsfähigkeit des Konzerns und am Ende auch die Mobilität Kölns sicherzustellen. Mit den vorgesehenen Investitionen in die Fahrzeugflotte und der damit verbundenen Rückkehr zum Normalfahrplan sowie den gemeinsamen weiteren Vereinbarungen schaffen wir die Grundlage dafür, die Mobilitätswende auch unter schwierigen finanziellen Rahmenbedingungen weiter voranzubringen. Aber es ist notwendig, gemeinsam Prioritäten zu setzen und zu schauen, was noch finanzierbar ist und was nicht.“
