der
Kölner Verkehrs-Betriebe AG
Am 3. März 2009 stürzten am Waidmarkt das Kölner Stadtarchiv und zwei an-grenzende Wohnhäuser ein. Bei dem tragischen Unglück vor 17 Jahren kamen zwei junge Männer um ihr Leben. Wie in jedem Jahr wird an diesem Tag zur Ein-sturzzeit an dem mit Blumenkränzen geschmückten Bauzaun an Kevin und Kahlil erinnert. Erstmals werden Oberbürgermeister Thorsten Burmester sowie die neue Vorständin der KVB, Dr. Alexandra Rohlmann, an der Gedenkveranstaltung teilnehmen.
Die Arbeiten am Gleiswechsel Waidmarkt werden für die Dauer der Gedenkveranstaltung eingestellt. Zum Einsturzzeitpunkt um 13.58 Uhrwerden die Glocken der Südstadtkirchen läuten.
Erst nachdem der Strafprozess abgeschlossen und im Sommer 2020 ein Vergleich zwischen der Stadt Köln und der Arge Los Süd geschlossen worden war, konnten im November 2020 – mehr als zehn Jahre nach dem Einsturz – die Vorarbeiten für die Sanierung und 2022 die ersten Arbeiten für die eigentliche Sanierung aufgenommen werden. In den vergangenen vier Jahren ist das Bauvorhaben wesentlich vorangetrieben worden: Aktuell arbeiten die Baufirmen in rund 18 Metern Tiefe, wo in Kürze aus statischen Gründen die dritte von insgesamt fünf benötigten Aussteifungslagen aus Stahlrohren eingebaut werden wird.
Im Anschluss wird die Zwischendecke abgerissen und die unterste Ebene des Gleiswechsels freigeräumt. Neben Beton und Kies befinden sich hier in rund 5.000 Kubikmeter durch den Einsturz eingedrungener Boden und Schutt sowie circa 2.000 Kubikmeter Auflastbeton, die direkt nach dem Einsturzgegen einen möglichen Auftrieb des Bauwerks eingebracht worden waren. Ein Teil dieser Arbeiten kann lediglich im Grundwasser durch Taucher vorgenommen werden und dauert daher entsprechend lange.
Sind die beschriebenen Arbeiten voraussichtlich im Laufe des Jahres 2029 abgeschlossen, befindet sich die Baugrube in einem Zustand, in dem sie sich in etwa zum Zeitpunkt vor dem Einsturz befand. Nachdem eine rund 2,50 Meter dicke, im Boden rückverankerte Unterwasserbetonsohle gegossen wurde, kann im Inneren der Baugrubenumschließung das eigentliche Gleiswechselbauwerk errichtet werden.
Nach dem vorliegendem Terminplan geht die Arge Los Süd von einer Fertigstellung des Rohbaus im November 2031 aus. Der Ausbau soll bereits parallel zu den Rohbauarbeiten beginnen. Eine Aufnahme des Betriebs wird nach aktuellem Stand zum Jahreswechsel 2031/2032 angestrebt.
Im Verlauf der kommenden Jahre können sich Arbeiten aufwendiger erweisen und längere Zeit beanspruchen als ursprünglich vorgesehen. Dies ist vor allem der Tatsache geschuldet, dass es sich um eine havarierte Baugrube handelt, bei der bisher - aufgrund des sich darin befindlichen Materials - noch nicht alle Bereiche erkundet werden konnten. Dies kann erst zu einem deutlich späteren Zeitpunkt erfolgen. Es wird aber kontinuierlich daran gearbeitet werden, eventuelle Zeitverzögerungen an anderer Stelle zu kompensieren und den Gesamtzeitplan auf diese Weise zu halten.
