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Kölner Verkehrs-Betriebe AG

KVB verzeichnet deutliche Zunahme von Graffiti-Schäden

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Mehr als eine Million Euro kostet jedes Jahr die Beseitigung von mutwillig herbeigeführten Schäden in Bussen, Stadtbahnen und an Haltestellen. Zugenommen haben insbesondere die Graffiti-Schmierereien an Bahnen – allein hier mussten im vergangenen Jahr mit großem Aufwand rund 12.000 Quadratmeter aufgesprühter Farbe beseitigt werden. Der Gesamtschaden durch Graffiti stieg zuletzt auf rund 600.000 Euro pro Jahr.

Mit dem Thema Vandalismus setzt die KVB in den kommenden Wochen ihre Initiative „Seid lieb zueinander“ für ein rücksichtsvolles Miteinander in Bus und Bahn fort. „Macht aus der Bahn keine Graffitiwall“ und „Macht aus der Bahn kein Stickeralbum“ heißt es auf Plakaten mit aufmerksamkeitsstarken Motiven. Diese werden vielerorts zu sehen sein: an Haltestellen, auf Multifunktionsanzeigern in den Bahnen, auf Infoscreens in zentralen U-Bahn-Haltestellen sowie auf digitalen Displays in den Kundencentern.

Der Musiker Mo-Torres unterstützt die Aktion

Am heutigen Donnerstag ist im Foyer der KVB-Hauptverwaltung in Braunsfeld zudem die Ausstellung „Die ‚Kunst‘ des Schadens – eine Rechnung, die ganz Köln bezahlt“ eröffnet worden. Zu den Exponaten gehören ein zerstörtes Fahrgast-Informationsgerät, das an Haltestellen über die Abfahrtzeiten der Busse und Bahnen informiert. Ausgestellt werden außerdem ein zerstörtes Haltestellen-Schild, ein angezündeter Mülleimer und Bilder von besprühten Stadtbahnen.

„Die durch Vandalismus verursachten Schäden kosten öffentliche Gelder und Arbeitszeit – beides würden wir lieber in anderen Bereichen für unsere Fahrgäste investieren. Darüber hinaus mindern Beschädigungen an Haltestellen die Aufenthaltsqualität für unsere Kunden, auch die Fahrzeugverfügbarkeit leidet unter mutwilligen Beschädigungen“, sagte KVB-Vorstand Peter Densborn bei der Ausstellungseröffnung.

Unterstützt wird die nächste Phase der Initiative „Seid lieb zueinander“ von Musiker Mo-Torres. Der bekannte Kölner Rap- und Popkünstler greift in zwei Videos die Themen Graffiti und Aufkleber auf und trägt mit seiner authentischen Ansprache dazu bei, insbesondere junge Menschen für ein verantwortungsvolles Verhalten im öffentlichen Raum zu sensibilisieren.

Schäden durch Vandalismus an Haltestellen und in den Fahrzeugen bewegen sich seit Jahren auf hohem Niveau. Jedes Jahr verzeichnet die KVB zwischen 60 und 120 größere Schäden in Stadtbahnen, vor allem an Türen und Fenstern. Die Reparaturkosten liegen in diesen Fällen meist zwischen 3000 und 4000 Euro. In den Bussen wird häufig der sogenannte Kinnschutz beschädigt, hierbei handelt es sich um die Polsterung an einigen Querstangen im Fahrgastraum. An den Haltestellen mussten im vergangenen Jahr zudem 44 mutwillig zerstörte Sitzbänke ersetzt werden.

Hoher Aufwand für die Beseitigung von Graffiti

Zugenommen hat in den vergangenen Jahren insbesondere das Besprühen von Stadtbahnen mit Graffiti. Im Jahr 2022 lag die Zahl der besprühten Bahnen bei 129, ein Jahr später waren es schon 194, im Jahr 2024 verzeichnete die KVB 209 Graffiti-Schäden an Bahnen und im gesamten vorigen Jahr 231. Dieser Trend setzt sich 2026 nahtlos fort. Bis Anfang Juni wurden bereits 130 Bahnen durch Graffiti beschädigt.

Die Auswirkungen sind enorm, denn die besprühten Bahnen stehen während der aufwändigen Reinigung nicht für den Fahrbetrieb zur Verfügung. Für die Reinigung großflächiger Graffiti-Schmierereien an Haltestellen müssen Spezialfirmen beauftragt werden. Vielerorts wird eine Graffiti-Schutzschicht aufgebracht, um Beschädigungen an Beton und Mauerwerk zu verhindern.

Vor rund zweieinhalb Jahren hatte die KVB die Initiative „Seid lieb zueinander“ gemeinsam mit den Musikern der Band Cat Ballou gestartet und sich zuletzt unter anderem dem lauten Telefonieren und dem Verzehr von Essen und Trinken in den Fahrzeugen des Verkehrsunternehmens gewidmet. Die Initiative ist ein Appell für mehr Freundlichkeit, gegenseitige Achtung und ein respektvolles Miteinander – in Bus und Bahn und überall sonst.

Die Ausstellung im Foyer der KVB-Hauptverwaltung, Scheidtweilerstraße 38, 50933 Köln, ist bis Ende Juli (Montag bis Freitag 9 bis 17 Uhr) zu sehen und soll anschließend an wechselnden Orten der Stadt gezeigt werden.

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