der
Kölner Verkehrs-Betriebe AG
Aktuell sind die Stadtbahn-Linien 1, 7 und 9 aufgrund mehrerer Baustellen im rechtsrheinischen Stadtgebiet getrennt. Zum Schuljahresbeginn am 2. September enden diese Baustellen und die KVB bereitet sich auf die Rückkehr zum Regelbetrieb vor.
Bedingt durch die Erneuerung der Schieneninfrastruktur im Bereich des „Merheimer Dreiecks“ kann der Betriebshof Merheim seit dem 14. August nicht durch Stadtbahnen erreicht werden. Die täglichen Arbeiten der dortigen Werkstatt mussten deshalb auf andere Werkstätten, insbesondere in die Hauptwerkstatt Weidenpesch, verlagert werden.
Der Betriebshof Merheim ist der größte Stadtbahn-Betriebshof der KVB und übernimmt einen wesentlichen Teil der operativen Instandhaltung der Fahrzeugflotte. Dort werden Inspektionen, Wartungen, Instandsetzungen sowie Arbeiten an Spezialanlagen durchgeführt. Dazu gehört unter anderem die Unterflurdrehanlage zur Bearbeitung von Radreifen, die für einen sicheren und wirtschaftlichen Betrieb der Fahrzeuge unverzichtbar ist.
Die Hauptwerkstatt Weidenpesch übernimmt normalerweise andere Aufgaben. Sie ist das technische Kompetenzzentrum der KVB für Hauptuntersuchungen, schwere Instandsetzungen, Umbauten, Qualitätssicherung sowie die Aufarbeitung elektrischer und mechanischer Baugruppen.
Durch die vorübergehende Verlagerung der Arbeiten aus Merheim können die Wartungs- und Reparaturkapazitäten daher nicht vollständig ersetzt werden. Spezielle Anlagen des Betriebshofs Merheim stehen seit dem 14. August nicht zur Verfügung. Gleichzeitig sind die Werkstattgleise und Arbeitsstände der Hauptwerkstatt bereits stark ausgelastet, da dort parallel die regulären Arbeiten der Hauptwerkstatt für die gesamte Stadtbahnflotte durchgeführt werden.
Deshalb kann die KVB zum Schuljahresbeginn nicht, wie bereits mehrfach angekündigt, ausreichend viele Stadtbahnen zur Erfüllung des Fahrplans einsetzen. Auf allen Stadtbahn-Linien, mit Ausnahme der Linie 17, wird zum Schuljahresbeginn der übliche 10-Minuten-Takt angeboten. Auf der Linie 17 besteht regulär lediglich ein 20-Minuten-Takt. Jedoch können vorübergehend die Verstärkerfahrten auf den Linien 1 (zwischen Brück und Moltkestraße) und 18 (zwischen Klettenbergpark und Reichensperger Platz) ab dem 2. September noch nicht wieder durchgeführt werden. Die Linie 5 ist dagegen wieder mit Doppelzügen unterwegs.
Die KVB arbeitet mit Hochdruck daran, die oben beschriebenen Rückstände bei der Instandhaltung der Fahrzeuge aufzuholen. Es kann allerdings nicht ausgeschlossen werden, dass es dadurch in den nächsten Tagen zu weiteren Unregelmäßigkeiten im Fahrplan kommt. Die KVB bittet ihre Fahrgäste um Verständnis für die vorübergehenden Einschränkungen.
Sechs Stadtbahnen für die Sicherstellung des Betriebs auf den Linien 16 und 18
Da die Stadtwerke Bonn (SWB) nach wie vor den Großteil ihrer Stadtbahnen nicht einsetzen können, unterstützt die KVB den Betrieb auf den gemeinsam betriebenen Linien 16 und 18 mit sechs Hochflurfahrzeugen, die mit Bonner Fahrpersonal zweckgebunden ausschließlich auf diesen beiden Linien eingesetzt werden. Ergänzend dazu stellen die SWB in dieser Zeit mindestens vier weitere Doppelzüge aus dem eigenen Fahrzeugbestand für den Einsatz auf diesen beiden Linien, um gemeinsam einen möglichst vollständigen Betrieb auf den beiden Linien zu gewährleisten und damit auch eine Anbindung des Kölner Südens sicherzustellen. Mit Ausnahme eines Kurses werden damit nach aktuellem Plan alle regional verkehrenden Fahrten auf den Linien 16 und 18 gestellt. Weitere Fahrzeuge der SWB, die nach positiv erfolgter Sonderprüfung durch die Technische Aufsichtsbehörde eine Freigabe für den Einsatz im Fahrbetrieb erhalten, werden vorrangig auf diesem fehlenden Kurs und anschließend auf den weiteren aktuell durch die KVB-Fahrzeuge bedienten Kurse eingesetzt.
