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Häfen und Güterverkehr Köln AG

HGK-Gruppe steigert Umsatz – Ergebnis durch Einmaleffekt belastet

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2026
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Umsatz gegenüber Vorjahr erhöht (+2,7% auf 646,7 Mio. Euro) - Kerngeschäfte operativ stabil, Ziele erreicht oder übertroffen - Wertberichtigung bei RheinCargo wirkt sich negativ aus - Strategische Weichen für die Zukunft gestellt

Die HGK-Gruppe hat sich im Geschäftsjahr 2025 in einem von geopolitischen Spannungen, konjunktureller Zurückhaltung und strukturellen Herausforderungen geprägten Umfeld operativ stabil entwickelt. Der Krieg in der Ukraine, internationale Han-delskonflikte sowie steigende regulatorische Anforderungen, Infrastrukturengpässe und Fachkräftemangel erhöhten den Druck auf das Geschäft. Dennoch erreichten oder übertrafen die HGK-Geschäftsbereiche ihre Ziele. Der Gruppenumsatz der in der HGK AG konsolidierten Unternehmen stieg um 2,7 Prozent auf 646,7 Mio. Euro (Vorjahr: 629,5 Mio. Euro). Belastend wirkte sich ein einmaliger Sondereffekt im Zusammenhang mit der Beteiligung RheinCargo auf das Gruppenergebnis aus.

Insgesamt bestätigt das Geschäftsjahr die Stabilität der HGK-Kerngeschäfte unter anspruchsvollen Rahmenbedingungen. Die HGK Shipping erzielte auch im fünften Jahr ihrer Zugehörigkeit zur Gruppe erneut ein Ergebnis über Plan. Die HGK Logistics & Intermodal bestätigte ihre positive Entwicklung des Vorjahres. Genau wie die Bereiche Infrastructure & Maintenance und Real Estate trug sie wieder erfolgreich zu einem positiven EBIT bei.

Stabile Kerngeschäfte. Klare Weichenstellungen

„2025 haben unsere Kerngeschäfte in einem anspruchsvollen Umfeld stabil geliefert, und der Umsatz der konsolidierten HGK-Gesellschaften ist gestiegen. Das ausgewiesene Konzerner-gebnis wurde im Wesentlichen durch einen einmaligen Sondereffekt im Zusammenhang mit der Beteiligung RheinCargo belastet. Wir entwickeln die HGK-Gruppe konsequent weiter – integrierter, effizienter und zukunftsfähiger, damit wir auch in einem anspruchsvollen Umfeld verlässlich liefern“, sagt Steffen Bauer, CEO der HGK-Gruppe.

Einen wesentlichen Belastungsfaktor stellte 2025 die Beteiligung RheinCargo dar, die das Geschäftsjahr deutlich negativ abschloss. Neben der schwachen konjunkturellen Entwicklung wirkten sich insbesondere strukturelle Engpässe in der öffentlichen Schieneninfrastruktur auf Qualität, Effizienz und Zuverlässigkeit aus. Vor dem Hintergrund weiterhin schwieriger Rah-menbedingungen im Schienengüterverkehr nahm die HGK-Gruppe deshalb eine Wertberichtigung des Beteiligungsbuchwerts vor. Trotz der stabilen Performance der übrigen Geschäfts-bereiche führte dieser Einmaleffekt zu einem deutlich negativen Gruppenergebnis von -14,1 Mio. Euro.

„Der Einmaleffekt im Zusammenhang mit RheinCargo prägt das ausgewiesene Ergebnis 2025. Bereinigt liegt das Ergebnis nach Steuern bei 16,5 Mio. Euro; gleichzeitig halten wir die operative Ertragskraft mit einer EBIT-Marge von 3,3 Prozent auf einem soliden Niveau“, berichtet Susanne Pietsch, CFO der HGK-Gruppe. Das EBIT betrug 20,5 Mio. Euro.

Integration, Digitalisierung und Infrastruktur im Fokus

Ungeachtet dessen setzte die HGK 2025 ihre strategische Weiterentwicklung zur integrierten, intermodal aufgestellten Logistikgruppe weiter konsequent um. Im Mittelpunkt stehen dabei trimodale Logistiklösungen aus einer Hand, eigene Assets und eine hohe Steuerungsfähigkeit. Zudem spielt die Digitalisierung eine zentrale Rolle: In einem Pilotprojekt bei HGK Shipping wurde der Aufbau einer unternehmenseigenen KI-Anwendung vorangetrieben, um Prozesse effizienter zu gestalten und Entscheidungswege zu beschleunigen.

Auch Infrastruktur- und Standortentwicklung blieben zentrale Handlungsfelder. Im Rahmen des Förderprogramms DigiTest wurde im Niehler Hafen erstmals in Deutschland eine vollständig digitale Erfassungsinfrastruktur für Warenein- und -ausgänge über alle Modalitäten geschaffen. Gleichzeitig entwickelt die HGK-Gruppe gezielt Zukunftsfelder wie die Kreislaufwirtschaft und neue Güterströme in den Bereichen Energie und Nachhaltigkeit. Als regional verankertes Unternehmen bleibt sie ein verlässlicher Akteur der Daseinsvorsorge für Köln und die Region.

„Wir haben 2025 die operative Steuerung weiter geschärft – mit Fokus auf Qualität, Effizienz und eine noch engere Verzahnung unserer Leistungen über alle Verkehrsträger hinweg. Das stärkt die Zuverlässigkeit für unsere Kunden auch in einem anspruchsvollen Umfeld“, erklärt Dr. Jens-Albert Oppel, COO der HGK-Gruppe.

Zukünftige Ausrichtung auf resiliente Lieferketten

Angesichts weiterhin herausfordernder Marktbedingungen setzt die HGK-Gruppe auf eine noch engere Integration ihrer Leistungen und wird sich dafür organisatorisch neu aufstellen. Hintergrund sind dauerhafte Veränderungen von Wirtschaft und Handel, unter anderem ein steigender Importanteil. Für Kunden und Partner gewinnen integrierte und resiliente Supply-Chain-Lösungen weiter an Bedeutung; entsprechend richtet die HGK-Gruppe ihre Organisation darauf aus, Service und Effizienz noch besser zu verbinden.

Zum Ende des Geschäftsjahres 2025 beschäftigte die HGK-Gruppe rund 2.700 Mitarbeitende - mit steigender Tendenz.

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