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AVG Abfallentsorgungs- und Verwertungsgesellschaft Köln mbH
Im Geschäftsjahr 2025 bewegte sich die AVG-Gruppe in einem anspruchsvollen wirtschaftlichen Umfeld.
Anhaltende konjunkturelle Schwäche, hohe Energie- und Personalkosten sowie steigende regulatorische Belastungen prägten die Rahmenbedingungen der deutschen Wirtschaft und damit auch der Entsorgungs- und Verwertungsbranche. Gleichzeitig blieb die Versorgungssicherheit in der kommunalen Abfallentsorgung eine zentrale gesellschaftliche Aufgabe. Trotz dieser Herausforderungen konnte sich die AVG Köln mit ihren Tochtergesellschaften AVG Ressourcen, AVG Kompostierung, AVG Service und AVG Logistik erneut als verlässlicher Partner der Stadt Köln und der Region behaupten.
Zudem hat das Unternehmen weitere Weichen für die Zukunft gestellt und ist gewachsen. Seit Januar 2025 gehört die AVG Logistik als viertes Tochterunternehmen zur AVG-Unternehmensgruppe. Die AVG Ressourcen hat die Rostasche- und Konditionierungsanlage in Erftstadt übernommen. Damit sind ca. 500 Mitarbeitende in der AVG-Gruppe beschäftigt.
Im Geschäftsjahr 2025 wurden verschiedene große Projekte vorangetrieben. Mit einer e-Lade-Infrastruktur“ soll künftig der innerbetriebliche Transport der Rostaschen, die bei der thermischen Verwertung entstehen, elektrisch erfolgen. Direkt verbunden ist mit diesem Projekt der Neubau der Rostascheaufbereitungsanlage. Künftig können so Altmetalle in sieben verschiedenen Körnungen aussortiert werden. In der Restmüllverbrennungsanlage wurden die Krananlagen weiter ertüchtigt.
Erfreuliche Entwicklung des Unternehmensergebnisses
Das Geschäftsjahr 2025 verlief für die AVG Köln erfreulich. Die Gesamtleistung, die Summe aus Umsatzerlösen und betrieblichen Erträgen, erhöhte sich von 137 Mio. Euro im Jahr 2024 auf knapp 140 Mio. Euro im Jahr 2025.
Das Jahresergebnis lag mit 24,5 Mio. Euro leicht unter dem Vorjahresergebnis von 25,7 Mio. Euro. Die Bilanzsumme stieg auf nunmehr 162,9 Mio. Euro (Vorjahr: 146 Mio. Euro).
Reduziertes Abfallaufkommen
Insgesamt waren die Verwertungsanlagen der AVG Köln weiterhin gut ausgelastet. In der Restmüllverbrennungsanlage Köln wurden 690 000 Tonnen Restabfälle verbrannt. Die Deponie Vereinigte Ville erreichten 392 000 Tonnen mineralische Abfälle und Rostaschen aus der Restmüllverbrennung.
Daneben verarbeitete die Kompostierungsanlage 94 000 Tonnen biogene Abfälle zu Komposten und Holzhackschnitzeln. Die Kompostprodukte werden in der Landwirtschaft genutzt. Ebenfalls dienten die Produkte zur Rekultivierung von Brachflächen bzw. als klimaneutraler Energieträger in Biomassekraftwerken. Rund 20 000 Tonnen der angelieferten Bioabfälle sind in der benachbarten Vergärungsanlage zusätzlich energetisch genutzt worden.
Die Verwertungsanlagen der AVG Ressourcen nahmen 353 000 Tonnen Abfall an, darunter 51 000 Tonnen Sperrmüll.
Heimische Energiequelle Abfall
Die AVG Köln hat 2025 349 000 MWh Strom und Dampf, der in der Restmüllverbrennungsanlage und im Blockheizkraftwerk auf der Deponie Vereinigte Ville erzeugt wurde, in das Netz der RheinNetz GmbH abgegeben. Hinzu kamen 1,8 Mio. Nm3 Biogas aus der Vergärungsanlage der AVG Kompostierung.
Ebenfalls produzierte die AVG-Gruppe aus den Abfallanlieferungen Sekundärbrennstoffe, darunter 11 300 Tonnen Fluff, die vorwiegend in der Zementindustrie Anwendung finden. Die 14 600 Tonnen gewonnenen biogenen Brennstoffe werden in Biomassekraftwerken eingesetzt.
