Stadtwerke Köln GMBH Nachhaltigkeitsbericht 2021
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100 Schritte für Nachhaltigkeit

Gelebte Nachhaltigkeit im Unternehmen

Die Unternehmen des Stadtwerke Köln Konzerns kümmern sich auch darum, ihre eigenen Mitarbeitenden beim Thema Nachhaltigkeit mit einzubeziehen. Denn, wer kennt seinen Arbeitsplatz am besten und weiß um die Möglichkeiten für nachhaltige Entwicklungen, wenn nicht die Mitarbeitenden selbst? Mit diesen Überlegungen und dem Gedanken „in vielen kleinen Schritten zu mehr Nachhaltigkeit“ wurde im Jahr 2020 das Mitarbeiterprogramm „100 Schritte“ ins Leben gerufen. Das grundsätzliche Ziel dieses Programms ist es, Nachhaltigkeit stärker in den Belegschaften der einzelnen Konzerngesellschaften zu verankern und zu fördern. Einerseits soll dadurch ein gemeinsames Verständnis für Nachhaltigkeit im Konzern geschaffen werden und sollen die Mitarbeitenden über Nachhaltigkeit im Unternehmen informiert werden und andererseits sollen sich die Mitarbeitenden selbst mit dem Thema Nachhaltigkeit auseinandersetzen. Darüber hinaus ist es die verstärkte Beschäftigung mit diesem Thema im Arbeitsalltag, die dazu führt, dass die Aufmerksamkeit für diese Themen auch außerhalb des Arbeitskontextes steigt. Die intensive Bearbeitung der internationalen Nachhaltigkeitsziele durch die Mitarbeitenden wird als eine Möglichkeit gesehen, die Unternehmen noch stärker auf die Bedürfnisse und Anforderungen der Gesellschaft auszurichten, neue Innovationsfelder aufzuzeigen und Innovationen zu entwickeln. In diesem Verständnis leisten die Mitarbeitenden wertvolle Beiträge für die Fortentwicklung der betrieblichen Nachhaltigkeitsziele und für den Unternehmenserfolg. Das Programm der 100 Schritte verfolgt somit zwei Zielrichtungen: die Sensibilisierung der Mitarbeitenden und die Nutzung ihrer Erfahrungen und Fähigkeiten.

Die Umsetzung dieses Mitarbeiterprogramms startete 2020/21, indem jedes Unternehmen des Konzerns jeweils unternehmensindividuelle Themenschwerpunkte gesetzt hat und die Organisation sowie Durchführung für sich selbst festgelegt hat. So wurde in einigen der Gesellschaften ein eigens im Rahmen dieses Programms zusammengestelltes Team gebildet, das aus Mitarbeitenden der verschiedenen Unternehmensbereiche besteht. In anderen Gesellschaften wurde das Mitarbeiterprogramm in das bestehende Ideenmanagement integriert und in wieder anderen Gesellschaften werden unternehmensweite Workshops veranstaltet, um gemeinsam Ideen und Maßnahmen mit Nachhaltigkeitsbezug zu entwickeln. So organisiert, kümmern sich die Mitarbeitenden gemeinsam um das Thema Nachhaltigkeit und identifizieren Möglichkeiten und Stellschrauben, um mehr Nachhaltigkeit in den Arbeitsalltag zu etablieren. Begleitet werden diese Programme durch die jeweils zuständige Nachhaltigkeitskoordination im Unternehmen.

Je nach gewähltem Schwerpunkt im jeweiligen Unternehmen sind die Maßnahmen sehr unterschiedlich: NetCologne beispielsweise hat all ihre Verbrauchsprodukte für den internen Gebrauch auf Bio oder FairTrade umgestellt. Dazu gehören unter anderem Milch, Kaffee und Putzmittel sowie Büromaterial und nachhaltiges Verpackungsmaterial. Weiterhin wurde eine erweiterte Mülltrennung nach fünf Fraktionen (Papier, Verpackungsmüll, Biomüll, Glas und Restmüll) eingeführt und alle Technikstandorte wurden auf Ökostrom umgestellt. Zudem werden Lieferanten vertraglich nun dazu verpflichtet, ihre Sendungen umweltfreundlicher zu gestalten.

Bei KVB wird ebenfalls an Nachhaltigkeitsideen gearbeitet: Sie hat im Berichtsjahr ihr unternehmensinternes 100-Schritte-Programm in das seit langem bestehende Ideenmanagement integriert. Zugleich wurden die Verfahrenswege parallel zum klassischen „Papierweg“ digitalisiert und die Abläufe vereinfacht. So soll den Mitarbeitenden die Möglichkeit zu einer aktiven Beteiligung an der nachhaltigen Unternehmensentwicklung erleichtert werden.

Um dem Thema Nachhaltigkeit innerhalb der RheinEnergie mehr Bedeutung einzuräumen, ist dort 2021 ein neues Unternehmensziel entstanden: Jede Gruppe im Unternehmen wurde gebeten, eine nachhaltige Idee zu entwickeln, die sie selbst in ihrem Verantwortungsbereich umsetzen kann. Auf diese Weise möchte man gemeinsam viele kleine Schritte in die richtige Richtung gehen und ein gutes Stück vorankommen. Im Anschluss an diese Ideenfindung veranstaltete das Unternehmen im Juni und September 2021 zwei Nachhaltigkeitswochen für die Mitarbeitenden mit Vorträgen, Videos und Textbeiträgen zum Thema Nachhaltigkeit. So zeigte eine Videoreihe unter dem Titel „Nachhaltigkeitscafé“, wie nachhaltig das Unternehmen schon ist, woran die RheinEnergie gerade arbeitet und wie das Thema Nachhaltigkeit mit in die Zukunftsplanung einbezogen wird. Dabei erklärten Inhouse-Expertinnen und -Experten in 30-minütigen Interviews die für RheinEnergie zentralen Themenfelder: „Energie- und Wärmeversorgung in Köln“, „Erneuerbare Energien“, „Nachhaltige Quartiersentwicklung“ und „Nachhaltige Wasserwirtschaft“. Die per Live-Stream zugeschalteten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hatten währenddessen Gelegenheit, Fragen zu stellen. Ziel dieser Nachhaltigkeitswochen war es, den Mitarbeitenden grundlegende Informationen zum Thema Nachhaltigkeit zu vermitteln, zugleich ihre Ideen für mehr Nachhaltigkeit im Unternehmen zu sammeln und möglichst viele davon umzusetzen.