Stadtwerke Köln GMBH Nachhaltigkeitsbericht 2020
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Beteiligung von Anspruchsgruppen

Stakeholder sind diejenigen Anspruchsgruppen, die von den Geschäftsaktivitäten von Unternehmen oder ihren Produkten und Dienstleistungen direkt oder indirekt beeinflusst werden. Für die Unternehmen des Stadtwerke Köln Konzerns haben die Anforderungen ihrer Stakeholder hohe Bedeutung. Neben den Geschäftsbeziehungen mit den Kunden darf nicht ausgeblendet werden, dass Unternehmen immer auch Teil der Gesellschaft sind: Ihre Tätigkeiten wirken sich unmittelbar auf viele Menschen aus, und umgekehrt prägen die Anspruchsgruppen wiederum das Handeln von Unternehmen. Entsprechend diesen Wechselwirkungen bewerten die Unternehmen ihr unternehmerisches Handeln.

  • DNK 9: Beteiligung von Anspruchsgruppen

Stadtwerke Köln und ihre Anspruchsgruppen

Um den Ansprüchen der Stakeholder noch besser gerecht zu werden, hat es sich der Stadtwerke Köln Konzern im Rahmen der Nachhaltigkeitsziele SWK 2030 zum Ziel gesetzt, den Austausch mit seinen Stakeholdern und die Transparenz noch weiter zu stärken. Ziel ist es, sowohl die internen Stakeholder, wie MItarbeitende, als auch externe Stakeholder, wie die (Stadt-)Gesellschaft, über die Nachhaltigkeitsleistungen des Konzerns zielgruppengerecht, transparent und regelmäßig zu informieren. Perspektivisch sollen sie in die Gestaltung und Umsetzung der Nachhaltigkeitsziele des Stadtwerke Köln Konzerns eingebunden werden.

Im Rahmen der ersten Schritte zur Umsetzung dieses Ziels wurden vier Stakeholdergruppen-Cluster identifiziert: der Stadtwerke Köln Konzern selbst, also die innerbetriebliche Perspektive, die Gesellschaft, die Eigentümersphäre und der Markt.

Stakeholder der Stadtwerke KölnWesentliche Anspruchsgruppen auf einen Blick

Um einen verstärkten Stakeholder-Dialog zu initiieren, sollen vorhandene Informations- und Dialog-Formate der Unternehmen genutzt bzw. je nach Erfordernis ausgebaut sowie weitere zielgruppenspezifische Formate, wie beispielsweise Befragungen und Workshops, entwickelt und eingesetzt werden. 

So nutzt die KVB eine breite Palette verschiedener Informations- und Kommunikationskanäle für die verschiedenen Anspruchsgruppen. Insbesondere im KVB-Blog werden Themen mit Nachhaltigkeitsbezug vertieft. Diese Beiträge vernetzt das Unternehmen mit weiteren Veröffentlichungen und sorgt somit für einen breiten Informationszugang.

Stellvertretend für weitere Informations- und Austauschformate der Unternehmen dokumentieren wir hier Beispiele der RheinEnergie und der moderne stadt, die hauptsächlich im Berichtjahr entwickelt wurden.

Informationsformate zum Klimaschutz

Die RheinEnergie betreibt mehrere Informationsformate, mit dem Ziel, Zielgruppen aus Politik und Verwaltung, Vereinen und Verbänden sowie der Stadtgesellschaft bestmöglich zu erreichen. Der Newsletter „Energie & Klima 2030“ erscheint bereits seit 2010. Im Jahr 2020 führte die RheinEnergie zudem den Politikbrief „Energie & Klima Impulse“ sowie die Podcast-Reihe „Kölner Klimadialog“ in ihr Kommunikationsportfolio ein.

Der sechsseitige Print- und Online-Newsletter erscheint viermal pro Jahr und berichtet über aktuelle Projekte der RheinEnergie mit Bezug zu den Themen Klimaschutz, Nachhaltigkeit und Energiewende. Einem größer angelegten Hauptartikel gliedern sich in jeder Ausgabe kleinere Berichte aus den verschiedenen Themenbereichen unter. Der Newsletter stellt dabei selbst komplexe Themen für Außenstehende verständlich dar und erreicht eine breite Zielgruppe aus Vereinen, Verbänden, Entscheidern und Interessierten. Der Newsletter ist auf der Website der RheinEnergie AG abrufbar.

Der Politikbrief „Energie & Klima Impulse“ richtet sich speziell an Politikerinnen und Politiker des Kölner Stadtrats sowie an Entscheider in Wirtschaft und Verbänden. Der vierseitige Online-Newsletter liefert Hintergrundinformationen zu drängenden Fragen der Energieversorgung in der Millionenstadt Köln und zeigt Lösungsvorschläge auf. Jede Ausgabe widmet sich einem Schwerpunktthema wie etwa Photovoltaik oder der Zukunft der Wärmeversorgung. Der Politikbrief bildet dabei nicht einseitig die Perspektive der RheinEnergie ab. Wichtige Persönlichkeiten der Kölner Politik wie Markus Greitemann, Kölns Beigeordneter für Stadtentwicklung, Planen, Bauen und Wirtschaft, oder Prof. Dr. Harald Rau als Vorsitzender des Klimarats kommen in Interviews ebenfalls zu Wort. Der Politikbrief erschien erstmals im Mai 2020 und brachte es im Jahr 2020 insgesamt auf vier Ausgaben.

Im Oktober 2020 hat die RheinEnergie die Podcast-Serie „Kölner Klimadialog“ gestartet. Mit dem Format will man ein möglichst breites Kölner Publikum für die Themen Nachhaltigkeit und Klimaschutz sensibilisieren. In den Podcasts spricht die Kölner Radiomoderatorin Judith Pamme mit Kölner Prominenten und Persönlichkeiten über den Klimaschutz und darüber, wie dieser die Gesprächspartner beruflich oder privat beeinflusst. 2020 erschienen die ersten fünf Folgen des Podcasts. Zu Gast waren in den ersten Ausgaben unter anderem „Kasalla“-Sänger Basti Campmann, 1. FC Köln-Geschäftsführer Alexander Wehrle, der RheinEnergie-Vorstandsvorsitzende Dr. Dieter Steinkamp sowie Olympiasiegerin Britta Heidemann. Die Podcast-Folgen sind auf den Streaming-Plattformen Deezer, Spotify, iTunes und Soundcloud über den Suchbegriff „Kölner Klimadialog“ abrufbar und zudem auf der Internetseite der RheinEnergie zu finden.

„Tafelrunde Nachhaltigkeit“ der moderne stadt

Die Konversion des Deutzer Hafens in ein neues Stadtquartier ist ein Schlüsselprojekt, mit dem die rechtsrheinische Stadtentwicklung Kölns auf flächen- und ressourcenschonende Weise vorangetrieben werden soll. Es handelt sich um das größte städtebauliche Entwicklungsprojekt, in dessen Rahmen auf einer Fläche von rund 37,7 ha ein gemischt genutztes Quartier unter anderem mit etwa 3.000 neuen Wohnungen für ca. 6.900 Bewohner und rund 6.000 neuen Arbeitsplätzen entstehen soll. Gemäß den Vorgaben werden alle an der Entwicklung des Deutzer Hafens beteiligten Investoren und Planer verpflichtet, sich mit kreativen und innovativen Ideen an der zukunftsfähigen und klimaschonenden Gestaltung dieses neuen Stadtquartiers zu beteiligen.

An diesem Prozess werden auch die SWK-Gesellschaften in der von moderne stadt geleiteten „Tafelrunde Nachhaltigkeit“ beteiligt. Mit dieser ganzheitlich übergreifenden Zusammenarbeit aller beteiligten Konzerntöchter werden die Potenziale der jeweiligen Unternehmen identifiziert und Synergien genutzt, um gemeinsam an einem holistischen Nachhaltigkeitskonzept für den Deutzer Hafen mitzuwirken; vgl. Kapitel „Beiträge zu einer nachhaltigen Stadt“, Teilkapitel „Nachhaltige Quartiersentwicklung im Deutzer Hafen“.