AWB Köln GmbH Geschäftsbericht 2020
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Prognosebericht

Die AWB hat ihre Wirtschaftlichkeit in den vergangenen Jahren stetig gesteigert und verbessert. Damit die AWB auch in Zukunft nachhaltig positive Ergebnisse erwirtschaften kann, muss sie das erreichte Niveau festigen und konsequent ausbauen. Das Augenmerk des Unternehmens wird weiterhin darauf liegen, seine Marktposition zu stärken und auszubauen. Daher werden wir auch in Zukunft in Maßnahmen zur Service- und Qualitätssteigerung investieren. Die extrem gesunkenen Preise für die Verwertung von Altpapier und Alttextilien belasten das Ergebnis.

Für das Geschäftsjahr 2021 plant die AWB bei Umsatzerlösen von rund 176.181 Tsd. € ein Ergebnis von 23.785 Tsd. € vor Ertragsteuern. Dies entspricht einem Jahresüberschuss in Höhe von 18.851 Tsd. €. In diesem Ergebnis ist allerdings mit dem Veräußerungsgewinn aus dem Verkauf des Objekts Gießener Straße in Höhe von 10.800 Tsd. € ein maßgeblicher Sondereffekt enthalten.

Von dem geplanten Jahresüberschuss in Höhe von 18.851 Tsd. € sollen planmäßig 7.551 Tsd. € der Gewinnrücklage zugeführt werden. Diese Zuführung zur Gewinnrücklage kann bei entsprechender Ergebnisverbesserung bis maximal zur Höhe des Buchgewinns aus dem Verkauf des Betriebshofes Gießener Straße erhöht werden.

Die AWB erwartet aus den Verträgen für satzungsgemäße Abfallbeseitigung und Stadtreinigung mit der Stadt Köln Erlöse in Höhe von insgesamt 126.216 Tsd. €. Daneben erwartet das Unternehmen Erlöse für weitere Leistungen in den Bereichen Abfallbeseitigung und Stadtreinigung für die Stadt Köln in Höhe von insgesamt rund 30.037 Tsd. €. Diese betreffen zum Beispiel das Toilettenkonzept für die Stadt Köln, die Friedhofsmüllentsorgung und diverse sonstige Reinigungs- und Entsorgungsleistungen.

Weiterhin sind auch Umsatzerlöse im Bereich gewerblicher Leistungen und aus der Vermarktung von Wertstoffen von insgesamt 16.839 Tsd. € sowie Umsätze für Werkstatt- und für Fahrschulleistungen in Höhe von insgesamt 3.089 Tsd. € geplant.

Daneben umfasst die Planung noch sonstige betriebliche Erlöse für Anlagenverkäufe, aus Rückstellungsauflösungen und Versicherungserstattungen von insgesamt 11.858 Tsd. €.

Die Planung der Personalkosten sieht für das Jahr 2021 eine Steigerung auf rund 113.201 Tsd. € vor.

Hinsichtlich des weiteren Verlaufs der COVID-19-Pandemie geht die Planung davon aus, dass die entsprechenden Belastungen im Laufe des Jahres 2021 enden. Zu Beginn des Jahres sind in der Planung Belastungen berücksichtigt, die den Erfahrungen aus dem ersten Halbjahr 2020 entsprechen.

Die AWB dankt ganz besonders allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die mit ihrem Einsatz auch unter den zusätzlichen Belastungen durch die COVID-19-Pandemie zum Gelingen der Aufgaben im Jahr 2020 beigetragen haben. Zudem dankt die AWB allen ihren Kunden für das ihr entgegengebrachte Vertrauen. 

Köln, den 12. März 2021

Die Geschäftsführung


 

Betriebswirtschaftliche Kennzahlen

    2020 2019
1. Ertragslage      
Personalaufwandsquote Personalaufwand 60,9 % 60,5 %
Umsatzerlöse
Personalaufwand pro Beschäftigten Personalaufwand 64.500 € 62.800 €
Durchschnittliche Anzahl der Beschäftigten (ohne Auszubildende)
Jahresüberschuss vor Ergebnisabführung und Steuerumlage Betriebsergebnis (EBIT) - gewinnunabhängige Steuern + Finanzergebnis 21,9 Mio. € 20,3 Mio. €
       
2. Vermögens- und Finanzlage      
Eigenkapitalquote Eigenkapital 14,9 % 15,1 %
Gesamtkapital
Anlagendeckungsgrad Eigenkapital + mittel- und langfristiges Fremdkapital + Darlehenstilgungen Folgejahr 96,8 % 119,2 %
Anlagevermögen

Finanzlage

Über die Liquiditätssituation und die finanzielle Entwicklung gibt folgende, nach DRS 21 erstellte Kapitalflussrechnung Aufschluss, die nach der indirekten Methode entwickelt wurde:

Kapitalflussrechnung

  2020
Tsd. €
2019
Tsd. €
Periodenergebnis 13.372 12.742
Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 12.840 11.414
Zunahme der Rückstellungen 4.412 5.552
Abnahme (Vorjahr Zunahme) der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -1.163 4.594
Zunahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -619 -3.400
Gewinn aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens -657 -239
Saldo aus Zinsaufwendungen und -erträgen (ohne Auf- und Abzinsungen) 622 392
Ertragsteueraufwand (Umlage SWK) 8.530 7.558
Ertragsteuerzahlungen (Umlage SWK) -8.530 -7.558
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 28.807 31.055
Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -157 -426
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 2.296 303
Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -38.265 -24.851
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Finanzanlagevermögens 115 96
Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen -57 -117
Erhaltene Zinsen 12 29
Cashflow aus Investitionstätigkeit -36.056 -24.966
Auszahlungen an Unternehmenseigner aus Gewinnabführung -13.372 -12.742
Einzahlungen aus der Aufnahme von Krediten 0 25.000
Auszahlungen für die Tilgung von (Finanz-)Krediten -2.856 -1.350
Gezahlte Zinsen -634 -473
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit -16.862 10.435
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds -24.111 16.524
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 35.454 18.930
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 11.343 35.454


Der Finanzmittelfonds setzt sich wie folgt zusammen:

  31.12.2020
Tsd. €
31.12.2019
Tsd. €
Guthaben bei Kreditinstituten 5 5
Forderungen im Rahmen der Konzernfinanzierung 11.240 35.446
Kassenbestände 98 3
Gesamt 11.343 35.454