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GEW Köln AG

Geschäftsbericht 2017

SEHR GEEHRTE LESERINNEN, SEHR GEEHRTE LESER,

wann immer Zeitschriften oder Institute nach der Lebensqualität in Deutschland fragen, belegen Köln und die rheinische Region vordere Plätze. Naheliegend: Attraktive Wohnquartiere und spannende Jobs, Top-Angebote im Gesundheitswesen, Kultur, Sport und Freizeit für jeden Geschmack, zahlreiche Hochschulen und noch mehr Geschäfte, dazu hunderte Restaurants, Bars, Cafés – die Stadt und ihr Umland bieten einzigartige Möglichkeiten.

Voraussetzung dafür ist eine leistungsfähige technische Infrastruktur: Aus Sicht der GEW Köln AG stehen Services rund um Energie und Wasser im Vordergrund. Internet in Quartieren, moderne Mess- und Gebäudetechnik, E-Ladestationen für Autos und Busse – dafür sind auch die Unternehmen unter dem Dach der GEW Köln AG verantwortlich. Deren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sorgen Tag und Nacht dafür, dass die Region um Köln „funktioniert“. 

Ob Energiedienstleistung und -versorgung, Telekommunikation oder Mess- und Abrechnungswesen – alle diese Branchen verändern sich derzeit mit großer Geschwindigkeit. Technische Entwicklungen, politische Weichenstellungen und ein dynamisches Marktumfeld erfordern schnelle und richtige Reaktionen. Vor diesem Hintergrund haben sich die Unternehmen der GEW Köln AG auch im abgelaufenen Geschäftsjahr sicher in ihrem jeweiligen Marktumfeld bewegt.

Nachdem die RheinEnergie ihr konventionelles Erzeugungsportfolio mit der Inbetriebnahme von Niehl 3 abgerundet hat, konzentrierte sie sich im abgelaufenen Geschäftsjahr vor allem auf Kooperationen sowie den Auf- und Ausbau neuer Geschäftsfelder. Dabei setzte das Unternehmen bewusst auch auf Partnerschaften sowohl mit etablierten Unternehmen als auch mit branchenfremden Start-ups. Komplexe Lösungen für schwierige und multiple Anforderungen ihrer Kunden: Das ist die Kernkompetenz des regionalen Energieversorgers, der seine Leistungen für Industrie- und Geschäftskunden auch bundesweit anbietet.

Die Entwicklung von Konzepten für neue und bestehende Wohnquartiere wird künftig noch stärker in den Fokus rücken. Gerade in diesem Feld bewährt sich die Einbettung der GEW-Gesellschaften in den Verbund des Stadtwerke Köln Konzerns. Sie ermöglicht es, breite Dienstleistungsangebote aus einer Hand zu entwickeln und umzusetzen. 

Mit dem im vergangenen Jahr begonnenen Roll-out digitaler Messsysteme schafft die RheinEnergie eine gute Basis für künftige Services. Mit einem Kölner Wohnungsunternehmen hat sie die cowelio GmbH gegründet, die Mieterstromkonzepte und wohnungsnahe Energie-versorgungskonzepte entwickelt und realisiert. Das Kooperationsprojekt chargecloud zur Verwaltung und Abrechnung von Ladestationen für Pkw, Busse und Schiffe ist erfolgreich in den Markt gestartet. Die gleichnamige Software bildet auch das Herzstück des TankE-Netzwerks, das die RheinEnergie gemeinsam mit elf anderen NRW-Stadtwerken gegründet hat, um die Ladeinfrastruktur in NRW weiter auszubauen und dabei kundenfreundliche, einheitliche Abrechnungsstandards zu etablieren.

Auch NetCologne konnte sich 2017 in einem starken Wettbewerbsumfeld erfolgreich behaupten und seine Kundenbasis im Rheinland erweitern. Mit einem Plus von 13.000 Privatkundenanschlüssen im Festnetz und 7.000 im TV-Bereich ist das Unternehmen weiter auf Wachstumskurs. 

Im Zuge des Glasfaserausbaus in der Region hat die NetCologne (inklusive der Tochter NetAachen) ihr eigenes Netz mit 1.500 neu verlegten Kilometern im Jahr 2017 auf 26.500 Kilometer verlängert. Damit ist die schnelle Verbindung erstmals in mehr als einer Million Haushalten verfügbar. Zeitgleich erweiterte NetCologne das Versorgungsgebiet strategisch um Städte im Kreis Mettmann sowie im Ennepe-Ruhr-Kreis. Auch technisch gelang 2017 ein Durchbruch: Auf der Kabelmesse Angacom wurden dank neuer G.fast-212-MHz-Technik erstmals Übertragungsgeschwindigkeiten von 1,8 Gigabit pro Sekunde im Live-Test erreicht. 

Im Rahmen der Initiative „Schulen im NetCologne-Netz“ unterstützt das Unternehmen seit 20 Jahren Bildungseinrichtungen mit Internetzugängen. Heute betreut der Schulsupport mit 45 Mitarbeitern mehr als 600 Schulen in Köln und dem Umland. Mit der Offensive „DigitalNetCologne“ geht der Ausbau weiter.

Für BRUNATA-METRONA verlief das abgelaufene Geschäftsjahr ebenfalls erfreulich. Erneut konnte das Unternehmen im Kerngeschäft der Heiz- und Wasserkostenabrechnung gegen starken Wettbewerb Marktanteile gewinnen. Darüber hinaus machte sich die anziehende Bautätigkeit durch einen Zuwachs im Neugeschäft bemerkbar. Die zum 31. Dezember 2016 auslaufende Ausrüstungspflicht für Rauchmelder hat auch 2017 noch zu deutlichem Wachstum beigetragen. Ihrer langfristigen Strategie folgend hat BRUNATA-METRONA im vergangenen Jahr erneut zwei Gebietsvertretungen in Niederlassungen umgewandelt, um die lokale Präsenz weiter zu verstärken.

Einen zusätzlichen Schwerpunkt setzte das Unternehmen in der Vorbereitung auf einen erwarteten starken Bedarf an Energieausweisen, da die Gültigkeit dieser vor zehn Jahren erstmals ausgestellten – und für Verkauf und Vermietung von Immobilien zwingend benötigten – Dokumente jetzt abläuft. Durch die Entwicklung einer Spezialsoftware ist BRUNATA-METRONA in der Lage, die Nachfrage schnell, kompetent und kostengünstig zu bedienen. Verstärkte Anstrengungen bei der Erneuerung und dem Ausbau von IT-Strukturen und -Systemen sind weitere Bausteine, um den erfolgreichen Kurs auch in den kommenden Jahren weiterzuverfolgen.

Die Stadtwerke Düsseldorf blicken auf ein zufriedenstellendes Geschäftsjahr zurück. 2017 sind die RheinWerke, eine gemeinsame Tochter von RheinEnergie und den Stadtwerken Düsseldorf, in den Markt der Landstromversorgung von Binnenschiffen eingestiegen. 

Mit zahlreichen Projekten haben die Stadtwerke Düsseldorf die Innovationskraft bewiesen, auf die es gerade in der Energiewirtschaft ankommt. Besonders symbolträchtig war der Start des neuen E-Roller-Sharing-Angebotes im August: Mehr als 5.000 Kunden haben sich bereits angemeldet und zusammen schon mehr als 100.000 Kilometer gefahren.

Köln, im Juni 2018

Der Vorstand

Dr. Dieter Steinkamp      Norbert Graefrath      Dieter Hassel