Logo SWK GmbH

Stadtwerke Köln GMBH

Nachhaltigkeitsbericht 2016

Gemeinwesen: Einsatz für soziale, ökologische und kulturelle Projekte

Nachhaltig für die Gemeinschaft

Nachhaltig für Köln – dies bedeutet für die Stadtwerke Köln auch: Engagement für Köln durch gemeinnützige Leistungen im sozialen und kulturellen Umfeld, in der (ökologischen) Bildungsarbeit oder für den Sport. Die Stadtwerke Köln verstehen sich als Teil der Stadt und möchten mit ihrem Einsatz für die Gemeinschaft Beiträge für die soziale Gestaltung der Zukunft leisten, für eine lebenswerte Stadt und für eine attraktive Freizeit und hohe Lebensqualität. 

Engagement der RheinEnergieStiftungen 

Die drei RheinEnergie Stiftungen unterstützen mit ihren Förderprogrammen bereits seit Jahren Projekte im wissenschaftlichen, sozialen und kulturellen Bereich in Köln und in der rheinischen Region, wobei Kinder und Jugendliche im Mittelpunkt des Stiftungsengagements stehen. Die drei Stiftungen verfügen zusammen über ein Stiftungskapital von rund 57 Mio. €, aus dessen Erlösen die Förderungen für gemeinnützige Zwecke vorgenommen werden.

Im Jahr 2016 haben die drei RheinEnergieStiftungen zahlreiche Projekte gefördert:

Stiftung Geförderte Projekte Förderhöhe in €
RheinEnergieStiftung Kultur 60 656.000
RheinEnergieStiftung Familie 15 542.000
RheinEnergieStiftung
Jugend / Beruf, Wissenschaft
13 Projekte im sozialen Bereich 283.000
6 Projekte im wissenschaftlichen Bereich 317.000

RheinEnergieStiftung Kultur

Von der RheinEnergieStiftung Kultur werden innovative künstlerische Projekte und Vorhaben gefördert, die in den Bereichen Musik, bildende und darstellende Kunst sowie Literatur angesiedelt sind. Seit ihrer Gründung wurde von der RheinEnergieStiftung Kultur die beachtliche Anzahl von 457 Projekten gefördert. Das Gesamtvolumen der bisherigen Förderung beträgt rund 6,5 Mio. €.

Im Rahmen des Kölner Festes für Alte Musik wurde im März 2016 von international bekannten Theaterleuten und Musikern gemeinsam mit Schülern der Förderschule Redwitzstraße ihre Vision einer anderen Welt aufgeführt. Das von der RheinEnergieStiftung Kultur geförderte Projekt „Fugit“/ „Auf und davon“, das vom Kölner Gesellschaft für Alte Musik e.V. konzipiert und durchgeführt wurde, umfasste eine Musiktheaterproduktion in zwei Teilen zum Thema „Flucht und der Wunsch nach einer besseren Welt“. Unter dem Titel „Auf und davon“ hat der argentinische Theatermacher Adrian Schvarzstein mit einem Team aus Künstlern und Pädagogen die Arbeit mit der Förderschule Redwitzstraße begleitet. Mit dem Ensemble des ZAMUS und Ausschnitten aus Vivaldis Konzerten „La notte“ und dem stürmischen „La tempesta di mare“ wurden verschiedene Szenen zum Thema „Flucht aus der Wirklichkeit, Hoffnung auf ein anderes Leben“ in der Balloni-Halle in Köln-Ehrenfeld für Schulklassen zur Aufführung gebracht. Als Vorbereitung der Konzerte für Schulklassen wurde entsprechendes Material für Lehrer entwickelt und wurden Workshops angeboten. 

Der zweite Teil des Projektes umfasst das Erwachsenenstück „Fugit“, bei dem Menschen, die eine Karte für die Veranstaltung erworben hatten, auf eine abenteuerliche Reise gingen: Sie gaben ihre Ausweise, ihre Handys ab und befanden sich inmitten einer imaginären Flucht. Auf der Flucht (durch ein altes Industriegelände) wurden sie von Schauspielern und Musikern begleitet. Sie erlebten aufregende und anrührende Momente.

RheinEnergieStiftung Familie

Die RheinEnergieStiftung Familie hat es sich zur Aufgabe gemacht, Projekte und Aktivitäten zu fördern, die dabei helfen, das Familienleben zu gestalten und zu stärken. Seit Aufnahme des operativen Stiftungsbetriebes im Herbst 2006 sind insgesamt 230 Fördermittel durch den Stiftungsrat in Höhe von fast 6,5 Mio. € bewilligt worden.

Seit 2015 unterstützt die Stiftung Familie beispielsweise das Projekt „Ein Stadtteil für uns“, das vom Pavillon e.V. in Köln-Kalk durchgeführt wird. Auf Basis einer von der Carl-Richard-Montag-Stiftung und der KALKSchmiede erstellten Expertise „Neue Partner für die Quartiersentwicklung“ hat der „Runde Tisch Quartiersentwicklung Kalk-Nord“ die Gemeinwesenarbeit als geeignete Methode benannt, um die Bürgerbeteiligung bei der Entwicklung von Lösungsansätzen zu organisieren. Der Pavillon e.V. setzt dies mit einem facettenreichen Vernetzungsangebot um. Ob in der Spielgruppe (frühkindliche Bildung), in der Eltern-Kind-Gruppe, dem Nachbarschaftscafé, im Seniorentreff oder auf Nachbarschaftsfesten erhält jedes Familienmitglied, ob mit oder ohne Einschränkung, die Chance, seinen individuellen Gestaltungsspielraum und seine Ressourcen wahrzunehmen und zu nutzen. Die Angebote sind rege besucht und werden von mittlerweile 13 ehrenamtlichen Helfern unterstützt. 

RheinEnergieStiftung Jugend/Beruf, Wissenschaft 

Die RheinEnergieStiftung Jugend/Beruf, Wissenschaft, gegründet 1998 als GEW Stiftung Köln, unterstützt aus den Erträgen des Stiftungskapitals von rund 27 Mio. € zu gleichen Teilen Projekte aus dem sozialen und wissenschaftlichen Bereich. Dabei müssen die Projekte einen Bezug zur Stadt Köln bzw. zum Wirtschaftsraum Köln haben. Seit Aufnahme des operativen Stiftungsbetriebes hat die Stiftung bis heute insgesamt 362 Projekte – 235 soziale und 127 wissenschaftliche – mit einem Gesamt­volumen von rund 14,55 Mio. € gefördert.

Seit April 2016 unterstützt die Stiftung im wissenschaftlichen Bereich ein Gemeinschaftsprojekt der Universität zu Köln und der Technischen Hochschule Köln mit dem Titel „Umweltmonitoring mit Smart­phones: Partizipation an Umweltforschung als Motivator für MINT-Fächer und Bürgerbeteiligung“ mit einem Gesamtvolumen von knapp 110.000 €. Im Mittelpunkt des Projektes steht die Entwicklung einer App, die gleichermaßen Schüler/-innen sowie umweltinteressierte Bürger/-innen ansprechen soll. Die App soll es beiden Zielgruppen ermöglichen, die eigenen Beobachtungen nicht nur dem entsprechenden Forschungsinstitut zukommen zu lassen, sondern auch professionell Verantwortlichen zu melden. Diese können dann vor Ort eingreifen, um zum Beispiel Missstände zu beseitigen. So erleben die App-Nutzer/-innen Möglichkeiten der Einflussnahme. Bei Schüler/-innen soll durch die Nutzung der App im Unterricht, ergänzt durch entsprechende didaktische Maßnahmen, das Interesse für MINT-Fächer geweckt werden. Zugleich wird durch die gemeldeten Beobachtungen die Datenlage für die Forschung verbessert und somit eine Brücke geschlagen zwischen Wissenschaft, Schule und Laien-Forschern. 

Im sozialen Bereich wurde im Frühjahr 2016 das Projekt „Ausbildungsberatung und Coaching für junge Flüchtlinge in Köln“ des Coach e. V. zunächst für ein Jahr mit 22.000 € gefördert. Das Projekt richtet sich an jugendliche Flüchtlinge, die bereits erfolgreich das Jahr in der internationalen Förderklasse abgeschlossen haben. Der Coach e. V. steht ihnen bei der Suche eines Ausbildungsplatzes zur Seite und begleitet sie während der Ausbildung. Daneben unterstützt er die Flüchtlinge auch bei Alltagsproblemen, beim Gang zur Ausländerbehörde oder bei der Wohnungssuche. Aufgrund der individuellen Problemlagen steht das Einzelcoaching im Mittelpunkt des Projektes. Zum Teil werden aber auch Gruppenangebote durchgeführt, beispielsweise zum Thema Bewerbung. Der Verein ist gut vernetzt mit anderen Trägern, die in der Flüchtlingshilfe aktiv sind, aber auch mit der IHK, der HWK und der KAUSA-Servicestelle. Hierdurch werden Synergien geschaffen und die Aktivitäten gebündelt. 

Nachhaltiges Engagement für die Gesellschaft

Neben den RheinEnergieStiftungen engagieren sich auch die übrigen SWK-Unternehmen für gemeinnützige Ziele und Projekte. Ohne das Sponsoringengagement der RheinEnergie etwa wären viele kleine und große Events in Köln gar nicht durchführbar. Dazu gehören Großveranstaltungen wie die Kölner Lichter, die lit.COLOGNE oder der RheinEnergieMarathon. Auch zahlreiche Sportvereine unterschied­licher Größe profitieren von der Unterstützung des Unternehmens. 

Engagement im Bildungsbereich 

Zudem ist das Unternehmen im Bildungsbereich aktiv. Ein Beispiel dafür ist die Wasserschule Köln, die vom Wasserforum Köln, der RheinEnergie und den Stadtentwässerungsbetrieben getragen wird. Sie bietet Schülerinnen und Schülern aller Altersklassen und Schulformen interessante und lebendige Unterrichtsprogramme zum wichtigsten Lebensmittel, dem Wasser. Mit Experimenten, Führungen und vielen Spielen vermittelt die Wasserschule ihren Besuchern die Besonderheiten über den Stoff, ohne den Leben auf der Welt nicht möglich wäre. Die nachhaltige Bildungsarbeit der Wasserschule Köln wurde nun durch den Rat für Nachhaltige Entwicklung mit dem Qualitätssiegel „Projekt Nachhaltigkeit“ ausgezeichnet. 

Auch die kleineren Unternehmen kümmern sich – je nach ihren Möglichkeiten – um die Unterstützung der Gesellschaft in den unterschiedlichsten Bereichen. Einige Beispiele dafür aus dem Jahr 2016:

Die AVG Köln ging im Berichtsjahr eine KURS-Partnerschaft mit der Max-Ernst-Gesamtschule in Köln-Bocklemünd ein (KURS = Kooperationsnetz Unternehmen der Region und Schulen), die eine Kooperation auf schulisch-thematischer Ebene beinhaltet und zugleich Möglichkeiten der Berufsfindung umfasst, indem Schüler durch Praktika einen Einblick in das Berufsleben erlangen können. Für Schüler der Jahrgangsstufen 1 bis 4 hat die AVG Köln zudem mit der Gemeinschaftsgrundschule Nesselrodestraße in Köln-Niehl eine Vereinbarung im Rahmen der TuWaS!-Initiative getroffen. In diesem Rahmen sollen Grundschüler auf technische, mathematische und naturwissenschaftliche Themen neugierig gemacht werden. 

Im Rahmen des Projekts „Sicher schwimmen!“ kümmern sich die KölnBäder und ihre Kooperationspartner seit 2008?/?09 um die Optimierung des Schwimmunterrichts an allen Kölner Schulen mit Primarstufe. Die KölnBäder beschränken sich bei ihrem Engagement für Sicherheit nicht auf ihre jüngeren Gäste, sondern sie bauen ihr Kursprogramm für alle Altersklassen kontinuierlich aus. In 1.487 Kursen konnten 2016 die Gäste zielgerichtet und individuell angepasst schwimmen lernen bzw. ihre Schwimmfähigkeit verbessern: Damit konnte die persönliche Schwimmsicherheit der Teilnehmer erhöht werden und zugleich wurden Anreize für regelmäßige und gesunde Bewegung geschaffen. 

Köln gehört zu den wenigen Städten in Deutschland, die über ein kostenfreies, öffentliches WLAN-Netz verfügen. Seit 2014 treibt NetCologne mit der Stadt Köln das Projekt HOTSPOT.KOELN voran. Die gemeinsame Vision: ein breit angelegtes WLAN-Angebot für Köln zu realisieren und die Digitalisierung somit auch außerhalb der eigenen vier Wände erlebbar zu machen. 

Ein breit angelegtes WLAN-Angebot für Köln 

Mehr als 850 Hotspots sind in der Stadt installiert und viele publikumsstarke Plätze an das WLAN-Netz angebunden. Auch die städtischen Verwaltungsgebäude und deren öffentliche Wartezonen sowie zahlreiche Kultureinrichtungen sind in das HOTSPOT.KOELN-Netz integriert. 

HOTSPOT.KOELN ist nicht nur auf Touristen ausgerichtet, sondern aufgrund der Schnelligkeit auch für alle anderen Nutzer interessant. Die einzelnen Access Points sind per Glasfaser mit einer Bandbreite von bis zu 1 Gbit/s angebunden und oft leistungsstärker als lokale Handynetze. Damit sind sie auch den Herausforderungen von Großevents wie Karneval oder den Besucherströmen an Weihnachten gewachsen. Pro Tag wählen sich ca. 50.000 Nutzer ins HOTSPOT.KOELN-Netz ein. Um den Dienst so nutzerfreundlich wie möglich zu gestalten, ist die Angabe von persönlichen Daten zum kostenfreien Surfen nicht notwendig. Die Nutzer müssen lediglich den allgemeinen Geschäftsbedingungen zustimmen.

Die genannten Beispiele für das Jahr 2016 aus den Bereichen Kultur und Bildung, Sport und Infrastruktur zeigen einen kleinen Ausschnitt aus dem breiten Spektrum des Engagements des Stadtwerke Köln Konzerns für das Gemeinwesen in Köln und in der rheinischen Region. Darüber hinaus sind die Unternehmen in weiteren Projekten mit unterschiedlichen Bereichen tätig – was alle diese Projekte eint: Sie sind Ausdruck der Bereitschaft aller Unternehmen zur Übernahme gesellschaftlicher Verantwortung und ihrer Verbundenheit mit der Stadt und der Region.