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Häfen und Güterverkehr Köln AG

Geschäftsbericht

Prognosebericht

Die HGK hält an der Erweiterung des Godorfer Hafens um ein viertes Hafenbecken fest. Wegen der erforderlichen Genehmigungsverfahren ist mit der Fertigstellung der Hafenerweiterung nicht vor 2025 zu rechnen. 

Das KV-Terminal im Kölner Norden wird von der HGK mit öffentlichen Fördermitteln in fünf Baustufen realisiert. Die erste Baustufe (Modul A 1) wurde im ersten Quartal 2015 fertiggestellt und ging anschließend in Betrieb. Der Zuwendungsbescheid zum weiteren Ausbau, insbesondere auf eine Länge, die die Abfertigung von Ganzzügen ermöglicht, steht noch aus, jedoch hat der Zuschussgeber den vorzeitigen Maßnahmenbeginn gestattet. Die Fertigstellung des Moduls A 2 ist für 2019 geplant.

Über die Planungen der Stadt Köln zum Umbau des Deutzer Hafens hat der Stadtentwicklungsausschuss der Stadt Köln im Mai 2015 entschieden. In dem Anfang des 20. Jahrhunderts errichteten Hafen sollen Wohnungen für 4.500 Menschen und Büros für 5.000 neue Jobs entstehen. Die HGK hat ihre zur städtebaulichen Entwicklung benötigten Grundstücke an moderne stadt Gesellschaft zur Förderung des Städtebaues und der Gemeindeentwicklung mbH veräußert. Bis zum 31.12.2020 bleibt der HGK/RheinCargo ein Nießbrauchrecht vorbehalten, so dass die im Deutzer Hafen ansässigen Unternehmen bis dahin einen neuen Standort finden können. Die RheinCargo strebt an, den Unternehmen Flächen, die in der Verwaltung der RheinCargo liegen, zur Verfügung zu stellen.

Investitionen und Finanzierung

Der Investitionsplan 2017 weist Ausgaben von insgesamt rund 45,2 Mio. € aus. Rund 74 % der Investitionen für das Eisenbahnnetz entfallen auf den Personenverkehr, 26 % auf den Güterverkehr. Für die Errichtung und Weiterentwicklung von Terminalkapazitäten und Häfen sind rund 19,6 Mio. € vorgesehen. Weitere 2,5 Mio. € werden insbesondere in Technik und Informationstechnologie investiert.

Die Investitionen sollen aus eigenen Mitteln der HGK, öffentlichen Zuschüssen und durch von der KVB bereitgestellte Mittel (für Bahnanlagen des Personenverkehrs) finanziert werden.

Ertragslage

Die HGK erwartet im kommenden Jahr leicht steigende Umsatzerlöse im Bereich Vermietung. 

Im Wirtschaftsplan für das Jahr 2017 rechnen wir mit einem Umsatz von 67,4 Mio. € und einem Unternehmensergebnis von 5,9 Mio. €, von dem eine Garantiedividende an den außenstehenden Aktionär Rhein-Erft-Kreis abzuführen ist. Der Kreis hat Klage auf Zahlung einer höheren als im Organschaftsvertrag mit der Stadtwerke Köln GmbH vereinbarten Garantiedividende erhoben. 

Wir gehen davon aus, dass der gefasste Ratsbeschluss vom 10.9.2015 zum Erwerb der Neska-Gruppe umgesetzt wird und der im Ergebnis 2016 enthaltene Verkaufserlös für Hafengrundstücksverkäufe in Köln-Deutz (4,8 Mio. €) im Jahr 2017 zur Finanzierung des Neska-Erwerbs als Kapitalrücklage an die HGK zurückfließt.

Köln, den 31. März 2017

Häfen und Güterverkehr Köln Aktiengesellschaft

Der Vorstand

Horst Leonhardt          Wolfgang Birlin