Logo SWK GmbH

Häfen und Güterverkehr Köln AG

Geschäftsbericht

Da sein für Köln.

Sehr geehrte Damen und Herren,

wer in der Logistik-Branche erfolgreich sein will, muss sich in einem zunehmenden Wettbewerb behaupten. Der Preisdruck ist hoch, die Konkurrenz ist groß, und die Belastungen durch gesetzliche Auflagen nehmen zu. Die HGK begegnet dieser Herausforderung, indem sie sich kontinuierlich an die veränderten Rahmenbedingungen anpasst und sich auf künftige Entwicklungen vorbereitet. Zu diesem Prozess gehört, dass die HGK ihre Geschäftsbasis in den vergangenen Jahren erheblich verbreitert und ihren Weg zur Logistik-Holding konsequent weiter beschritten hat.

Als erfahrenes Logistik-Unternehmen im Stadtwerke Köln Konzern und langjähriger Partner der Industrie in der Region trägt die HGK nicht nur dazu bei, die Bedeutung des Wirtschaftsstandorts Köln nachhaltig zu sichern und zu stärken. Sie ist zudem über ihre Tochter- und Beteiligungsunternehmen, darunter die RheinCargo GmbH & Co. KG, die HTAG Häfen und Transport AG und die neska Schiffahrts- und Speditionskontor GmbH, ein Anbieter von vielfältigen Logistikdienstleistungen an der Rheinschiene und weit darüber hinaus. Die Unternehmen der HGK-Gruppe setzen dabei vor allem auf klimafreundliche Transportlösungen mit Binnenschiff und Bahn und leisten so einen erheblichen Beitrag zur Entlastung der Straßen und der Umwelt.

Noch nie wurden in Deutschland so viele Güter transportiert wie im vergangenen Jahr. Der Logistik-Markt wurde dabei erneut durch den niedrigen Dieselpreis geprägt, der eine weitere Zunahme des Straßengüterverkehrs begünstigt hat. Auch andere äußere Einflüsse wie längere Niedrigwasserphasen auf dem Rhein wirkten sich zugunsten des Lkw aus. In diesem schwierigen Umfeld konnten die HGK und ihre Beteiligungen unter dem Strich ein gutes Ergebnis erzielen. Dabei hat sich die Strategie der Diversifizierung als hilfreich erwiesen.

Ihre ehemaligen Geschäftsbereiche Hafenlogistik und Schienengüterverkehr hat die HGK 2012 in die RheinCargo übertragen, ein Gemeinschaftsunternehmen der HGK und der Neuss-Düsseldorfer Häfen GmbH & Co. KG. 2016 wurden in den Hafenstandorten der RheinCargo in Köln, Neuss und Düsseldorf insgesamt 28,0 Millionen Tonnen Güter bewegt, das waren 4,4 Prozent mehr als im Vorjahr. Erhebliche Zuwächse gab es bei Massengütern, insbesondere bei Agrarprodukten, Baustoffen und Erz. Beim Container-Umschlag erreichten die Häfen erneut das starke Vorjahres-Niveau von 1,3 Millionen bewegten Einheiten (TEU). Dagegen war 2016 für die Eisenbahn ein schwieriges Jahr. Vor dem Hintergrund sich verschlechternder Rahmenbedingungen entwickelte sich der gesamte Markt in Deutschland rückläufig, und auch RheinCargo verzeichnete hier einen Rückgang. Mit 22,4 Millionen Tonnen wurden auf der Schiene 4,2 Prozent weniger als im Vorjahr transportiert. Neben Belastungen durch zunehmende Regulierung wirkte sich der wachsende Fachkräftemangel negativ auf die gesamte Bahnbranche aus. RheinCargo investiert daher verstärkt in die eigene Ausbildung qualifizierter Nachwuchskräfte.

Mit der Übernahme der neska-Gruppe Ende 2015 hat die HGK eine Reihe von Terminals und Niederlassungen vor allem am Rhein, aber auch an anderen Standorten in Deutschland erworben, die die bestehenden Geschäfte mit Binnenschiff und Bahn stärken. Das vergangene Jahr wurde dazu genutzt, die Strukturen zu optimieren und die Angebote innerhalb der neska-Gruppe, aber auch im Zusammenspiel mit dem Binnenschifffahrtsunternehmen HTAG besser zu vernetzen. 

Ein wichtiges Ereignis im Berichtsjahr war die Veräußerung der Grundstücke der HGK im Hafen Köln-Deutz an die Stadtentwicklungsgesellschaft moderne stadt. Damit ist der Weg für die vom Rat der Stadt Köln beschlossene Umwandlung des Deutzer Hafens zu einem neuen Stadtviertel bereitet. Der Umschlagbetrieb in Deutz wird Ende 2020 eingestellt, danach erfolgt die städtebauliche Entwicklung des Areals. Mit dem Verkauf eröffnet die HGK der wachsenden Stadt Köln die Möglichkeit, in bester innerstädtischer Lage ein völlig neues Quartier zu schaffen, in dem künftig tausende Menschen wohnen und arbeiten werden. Die Erträge aus dem Verkauf der Grundstücke fließen der HGK bis in das Jahr 2022 zu.

Köln, im April 2017

Horst Leonhardt          Wolfgang Birlin