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Stadtwerke Köln GmbH

Geschäftsbericht

ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT DES KONZERNS
UND DER STADTWERKE KÖLN GMBH
FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2017

Vorbemerkungen zum Lagebericht

Der Einzelabschluss und der Konzernabschluss der Stadtwerke Köln GmbH werden nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) erstellt. Gemäß § 315 Abs. 5 in Verbindung mit § 298 Abs. 2 HGB wird der Lagebericht für den Einzel- und Konzernabschluss zusammengefasst. 

Grundlagen des Konzerns

Geschäftsmodell und Konzern­struktur

Die Stadtwerke Köln GmbH (SWK) ist eine 100%ige Tochtergesellschaft der Stadt Köln. Gegenstand des Unternehmens ist die Gewährleistung, Unterstützung und Förderung von Aufgaben und Vorhaben im Bereich der Kommunalwirtschaft als Holding der Stadt Köln. Zu diesem Zweck hält sie Beteiligungen in folgenden Tätigkeitsfeldern: 

  • Versorgung mit Elektrizität, Gas, Wasser und Wärme, Handel mit Energie und energienahen Produkten,
  • Betrieb von Telekommunikationsnetzen einschließlich Telekommunikationsdienstleistungen,
  • Bedienung und Betrieb des öffentlichen und nichtöffentlichen Güterverkehrs einschließlich des Eisenbahn- und Rheinfährverkehrs,
  • Betrieb von Häfen, 
  • Durchführung von Aufgaben der Entsorgungs-, Wertstoff- und Recyclingwirtschaft, einschließlich der Abfallsammlung, Stadtreinigung und Winterwartung, sowie die Erbringung von Dienst­leistungen im Bereich der Abwasserentsorgung, 
  • Entwicklung und Förderung von Liegenschaften, insbesondere eigener sowie derjenigen von konzernverbundenen Unternehmen und der Stadt Köln, 
  • Wohnraumversorgung, insbesondere Errichtung und Bewirtschaftung von Dienst- und Werk­mietwohnungen, 
  • Werbung und Gewährleistung der Durchführung des lokalen Hörfunks,
  • Betrieb von Sporteinrichtungen, insbesondere von Bädern und einer Eissporteinrichtung im Stadtgebiet Köln,
  • Betrieb von gemeinnützigen Stiftungen zur Förderung von Wissenschaft, Forschung, Erziehung, Bildung, Kultur und Familie,

sowie alle damit in Zusammenhang stehenden Leistungen.

Aus finanzwirtschaftlicher Perspektive lassen sich aus den oben genannten Tätigkeiten folgende wesentliche Geschäftsfelder für den SWK-Konzern ableiten:

  • Energie und Wasser, 
  • Öffentlicher Personennahverkehr, 
  • Hafenumschlag und Güterverkehr, 
  • Telekommunikation,
  • Abfallentsorgung und -verwertung.

Das Geschäftsfeld Energie und Wasser wird durch die RheinEnergie AG, Köln, (RheinEnergie), ihre Tochtergesellschaften und eine Beteiligung der GEW Köln AG, Köln, (GEW) geprägt.

Der Öffentliche Personennahverkehr wird im Wesentlichen durch die Kölner Verkehrs-Betriebe AG, Köln, (KVB) repräsentiert.

Im Geschäftsfeld Hafenumschlag und Güterverkehr übernimmt die Häfen und Güterverkehr Köln AG, Köln, (HGK) die Bereitstellung von Infrastruktur und zentralen Dienstleistungen für den Hafenbetrieb und den Schienenverkehr. Der operative Betrieb wird von den Tochter- und Beteiligungsgesellschaften der HGK wahrgenommen.

Die NetCologne Gesellschaft für Telekommunikation mbH, Köln, (NetCologne) bestimmt wesentlich den Geschäftsverlauf im Bereich der Telekommunikation.

Das Geschäftsfeld Abfallentsorgung und -verwertung wird zum einen durch die AWB Abfallwirtschaftsbetriebe Köln GmbH, Köln, (AWB) vertreten, die im Wesentlichen Aufgaben der Abfallbeseitigung und Stadtreinigung, aber auch der Wertstofflogistik wahrnimmt. Zum anderen betreibt die AVG Abfall­entsorgungs- und Verwertungsgesellschaft Köln mbH, Köln, (AVG) in Köln beziehungsweise in der Umgebung eine Müllverbrennungsanlage sowie eine Deponie für die Entsorgung von Industrie- und Gewerbeabfällen und zählt zusammen mit drei weiteren Beteiligungen ebenfalls zu diesem Geschäftsfeld.

Die übrigen Aktivitäten im SWK-Konzern sind finanzwirtschaftlich (Fokus: Umsatz, Investitionen) eher von nachrangiger Bedeutung und werden nachfolgend unter „Sonstige Geschäftsfelder“ zusammengefasst. Hierzu zählen insbesondere der Betrieb von Bädern im Stadtgebiet Köln sowie die Entwicklung und Verwaltung von Liegenschaften.

Finanzielle Steuerungs­kennzahlen

Die wesentlichen Steuerungskennzahlen auf Konzernebene sind der Konzernaußenumsatz und der Konzernjahresüberschuss. Ferner wird die Investitionstätigkeit unter Beachtung von Wirtschaftlichkeits- und Finanzierungsgrundsätzen über definierte Steuerungskennzahlen wie z. B. EBIT-Beitrag, Eigenkapital­quote und Anlagendeckung überwacht. Mit Blick auf die Ausschüttungserwartung des Anteilseigners ist auf SWK Holding-Ebene der Jahresüberschuss der SWK maßgeblich, der sich wiederum im Wesentlichen aus den Ergebnisabführungen beziehungsweise -ausschüttungen der direkten Beteiligungen GEW, KVB, HGK, KölnBäder, AWB, AVG und moderne stadt ableitet. Alle genannten Kenngrößen werden im Rahmen eines konzernweiten Planungsprozesses ermittelt. Die Organe und Gremien der SWK werden über Plan-Ist-Abweichungen sowie die Analyse der Abweichungsursachen mithilfe eines im Konzern einheit­lichen Berichtsprozesses regelmäßig informiert. Die Konzerngesellschaften melden die voraussichtlichen Ist-Werte zu den wesentlichen Erfolgs- und Finanzkennzahlen des Gesamtjahres regelmäßig an die SWK Holding, die diese wiederum in einem Berichtswesen für ihre Organe und Gremien verdichtet.