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Stadtwerke Köln GMBH

Nachhaltigkeitsbericht 2017

Sicherung rechtlich einwandfreien Verhaltens

Grundlegend für eine gute Unternehmensführung sowie eine integrierte Unternehmensentwicklung und -steuerung ist das gesetzestreue und korrekte Verhalten der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Dies wird bei den Stadtwerken Köln durch ein System von ethischen und rechtlichen Standards sowie organisatorische Kontrollmechanismen gewährleistet.

Internes Monitoringsystem

Integraler Bestandteil dieses Monitoring- und Kontrollsystems ist der Public Corporate Governance Kodex (PCGK) der Stadt Köln. Dieser Kodex definiert Standards zur Steigerung der Effizienz, Transparenz und Kontrolle bei den kommunalen Unternehmen der Stadt Köln, um eine gute Unternehmensführung zu gewährleisten.

Die Konzerngesellschaften haben sich 2013 freiwillig den Bestimmungen des PCGK verpflichtet und dokumentieren die Grundlagen ihrer Unternehmensführung – bei der Leitung, Steuerung und Überwachung der Unternehmen orientieren sie sich nicht allein am wirtschaftlichen Erfolg, sondern auch an öffentlichen Belangen, dem Gemeinwohl. Die SWK-Unternehmen berichten jährlich an ihre Anteils­eignerin, die Stadt Köln, über die Corporate Governance des Unternehmens. 2017 wurden erneut weder nennenswerte Verstöße gegen Gesetze noch gegen interne Verhaltensrichtlinien festgestellt. 

Zu den Forderungen des PCGK an die Unternehmensführung gehören unter anderem auch die Einrichtung interner Kontrollsysteme, etwa ein angemessenes Risikomanagement und Risikocontrolling sowie ein wirksames Revisionskontrollsystem – Kontrollsysteme, über die die Konzerngesellschaften seit langem verfügen.

Internes Monitoringsystem

Um Unternehmensrisiken frühzeitig zu erfassen, zu identifizieren, zu analysieren und außerdem innerhalb der Unternehmen zu kommunizieren, gehen die SWK- Gesellschaften systematisch vor. Sie haben ein dreigliedriges Monitoringsystem etabliert, das folgende Ebenen umfasst:

  • Die operative Ebene: Basierend auf internen Regelsystemen verantworten die Mitarbeiter für ihren Bereich die Balance zwischen Risiken und Chancen.
  • Die Ebene der operativen Kontrolle, die für die operativ tätigen Mitarbeiter Werkzeuge und Prozesse für die Kontrolle zur Verfügung stellt. Dies ist vor allem das Betätigungsfeld von Risikomanagement oder Compliance.
  • Eine weitere unabhängige Organisationseinheit ist die Interne Revision, die die beiden ersten Ebenen überwacht und unterstützt. Zugleich unterstützt die Interne Revision die Unternehmensleitung und das Aufsichtsgremium bei der abschließenden Überwachung und Kontrolle bestehender und potenzieller Risken.
     
  • DNK 7: Kontrolle

Grundsätzlich erfolgt die Steuerung der Geschäftstätigkeit auf Basis betriebs- und personalwirtschaftlicher sowie ökologischer Kennzahlen. Diese Daten werden in den Fachabteilungen der Unternehmen des Stadtwerke Köln Konzerns gemäß interner Regelsysteme erhoben und in Bereichen wie Controlling, Personalwirtschaft und Umweltschutz zusammengeführt und kontrolliert. Dies garantiert die Zuverlässigkeit, Vergleichbarkeit und Konsistenz dieser Daten. 

Gemäß den gesetzlichen Offenlegungspflichten des HGB dokumentieren die SWK-Unternehmen den Geschäftsverlauf des vergangenen Geschäftsjahres in ihren Geschäftsberichten. Ökologische Kennzahlen werden durch die RheinEnergie und die KVB in ihrem Umweltbericht bzw. ihren Umwelterklärungen veröffentlicht. AVG Köln und AWB publizieren nachhaltigkeitsrelevante Daten und Kennziffern in ihren Nachhaltigkeitsberichten. Systematisch zusammengeführt werden diese Informationen in den Nachhaltigkeitsberichten der Stadtwerke Köln. Seit dem Berichtsjahr 2016 orientiert sich dieses Medium an den Kriterien des Deutschen Nachhaltigkeitskodex und erfasst und dokumentiert zudem weitere Daten für ausgewählte Nachhaltigkeitsindikatoren. Dazu gehören insbesondere die Kennzahlen zum Ressourcen­management. 

Risikomanagementsystem

Die SWK-Geschäftsführung hat zum 1. Januar 2011 die „Konzernrichtlinie Risikomanagement für die Stadtwerke Köln GmbH“ in Kraft gesetzt, nach der sämtliche in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen der SWK berichten. Das Risikomanagementsystem (RMS) bei der SWK und ihren Tochterunternehmen erfolgt nach verbindlich vorgegebenen Grundsätzen, Verantwortlichkeiten, Inventur-, Bewertungs- und Berichtsprozessen. Nicht zuletzt wegen der laufend komplexer und volatiler werdenden Rahmenbedingungen für unternehmerisches Handeln ist das RMS ein unverzichtbares Instrument der integrierten Unternehmensentwicklung und -steuerung und gewährleistet neben der frühzeitigen Risikoerfassung und -bewertung den bewussten Umgang mit Risiken im Sinne einer maßnahmenorientierten Steuerung im Stadtwerke Köln Konzern: Alle relevanten Risiken werden konzernweit regelmäßig identifiziert, bewertet, einer Eintrittswahrscheinlichkeit zugeordnet und geplante Maßnahmen zur Risikoreduzierung oder -eliminierung werden aufgezeigt.

Compliance-Management-System

In Ergänzung zu bereits bestehenden internen Kontrollsystemen ist Compliance seit 2013 zu einem organisatorischen und inhaltlichen Standard guter Unternehmensführung im Stadtwerke Köln Konzern geworden. 

Die Stadtwerke Köln GmbH hat gemeinsam mit ihren unmittelbaren Beteiligungsgesellschaften ein konzernweites Compliance-Management-System (CMS) für ausgewählte Compliance-Bereiche mit Konzernbezug geschaffen. Die Bestimmung dieser Bereiche erfolgte auf der Grundlage einer Risikoanalyse und erfasst die unternehmerischen Betätigungen, bei denen ein Regelverstoß zu besonders hohen materiellen oder immateriellen Schäden führen kann oder strafrechtlich relevant ist. Diese sind:

  • allgemeine Korruptionsrisiken,
  • Umgang mit Amtsträgern,
  • Spenden/Sponsoring,
  • Konflikte zwischen privaten und unternehmerischen Interessen,
  • Vergabeverfahren,
  • Datenschutz,
  • kartell- und wettbewerbsrechtliche Risiken,
  • Steuerangelegenheiten, soweit die SWK als Organträger betroffen ist.

Das Compliance-Management-System umfasst die Einhaltung der für das unternehmerische Handeln relevanten gesetzlichen und unternehmensinternen Regelungen. Das CMS enthält grundlegende Verhaltensanforderungen zur Beachtung der betrieblichen und gesetzlichen Vorschriften, wobei die Bekämpfung von Korruption einen hohen Stellenwert hat. Ein wichtiger Mehrwert liegt in der Betonung von Prävention und in der Schaffung einer Gesamtstruktur, um das selbstverständliche Ziel der Beachtung gesetzlicher Vorschriften und betrieblicher Regelungen zu verfestigen. Dies erfolgt durch eine effiziente Organisation und transparent kommunizierte und verbindlich festgelegte Richtlinien, betriebliche Regelungen und Prozessabläufe. Auch die Durchführung von Schulungen und die Einführung eines Compliance-Berichtswesens zählen zu den wesentlichen Grundanforderungen, die im Stadtwerke Köln Konzern realisiert werden.

Ergänzt werden die Richtlinien und Basisregelungen des CMS durch weitere organisatorische Maßnahmen. Zu den Kernelementen der Compliance-Organisation des Stadtwerke Köln Konzerns gehören:

  • ein Compliance-Berichtswesen,
  • die Einrichtung eines Hinweismanagementsystems,
  • die Einsetzung eines externen Ombudsmanns,
  • die Einrichtung von Compliance-Komitees,
  • die Benennung von Compliance-Beauftragten.

Über Werte, Regelungen, Prozesse und Organisation des CMS informiert ein Compliance-Leitfaden, der gemeinsam mit weiteren Informationen zu Compliance und Formularen für die tägliche Arbeit für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Intranet abrufbar ist. Auf den Internetseiten der Konzerngesellschaften wird auf die Person und die Aufgaben des Ombudsmanns hingewiesen.

  • DNK 20: Gesetzes- und richtlinienkonformes Verhalten

Interne Revision

Ein weiteres wesentliches Element des verankerten Regel- und Kontrollsystems ist die Interne Revision der Stadtwerke Köln GmbH (Konzernrevision), die die Geschäftsführung der SWK sowie die Leitungen der Konzernunternehmen durch unabhängige und objektive Prüfungs- und Beratungsleistungen unterstützt.

Die zertifizierte Konzernrevision zielt in ihrer Tätigkeit auf die Verbesserung von Geschäftsprozessen und Projekten im Hinblick auf Effektivität und Effizienz. Sie trägt zur guten Unternehmensführung bei, indem sie Führungs- und Überwachungssysteme wie das Risikomanagement, das interne Kontrollsystem und das Controlling auf Wirksamkeit und Effizienz beurteilt und bei Bedarf Optimierungen anstößt.

Neben der Effizienz sind das Erreichen der Unternehmensziele, der Schutz des Betriebsvermögens, die Verlässlichkeit der betrieblichen Daten sowie die Einhaltung interner und externer Regelungen wichtige Prüfungs- und Beratungsziele.