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GEW Köln AG

Geschäftsbericht 2017

Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Auch 2017 – und damit im achten Jahr in Folge – ist die deutsche Wirtschaft gewachsen. Berechnungen des Statistischen Bundesamtes zufolge lag das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 2,2 % höher als im Vorjahr. Damit erhöhte sich das Wachstumstempo weiter: 2016 war das BIP bereits deutlich um 1,9 % und 2015 um 1,7 % gestiegen. Positive Wachstumsimpulse kamen 2017 primär aus dem Inland: Die privaten Konsumausgaben lagen preisbereinigt um 2 % höher als 2016, die staatlichen um +1,4 %. Investiert wurde vor allem in Gebäude (+2,6 %), in Maschinen, Geräte und Fahrzeuge (+3,5 %) sowie in Forschung und Entwicklung (+3,5 %).

Geschäftsverlauf

RheinEnergie AG, Köln

Das Berichtsjahr 2017 war geprägt von Beratungen im Europäischen Parlament sowie im Energie-ministerrat zu den Bestandteilen des europäischen Legislativpakets „Saubere Energie für alle Europäer“. Das Paket umfasst eine Revision der Erneuerbare-Energien-Richtlinie, der Energieeffizienz-Richtlinie sowie der Gebäude-Energieeffizienz-Richtlinie. Dazu gehören außerdem ein Verordnungsvorschlag zur integrierten Governance von Klimaschutz und Energie sowie ein Richtlinien- und ein Verordnungsvorschlag zum Strombinnenmarkt.

Auf nationaler Ebene waren die letzten in der 18. Legislaturperiode in Kraft getretenen Gesetze eine Korrekturnovelle des Kraft-Wärme-Kopplungsgesetzes (KWKG) und des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG), außerdem eine Novelle der Konzessionsverfahren, das Netzentgeltmodernisierungsgesetz (NEMoG) und das Gesetz zur Förderung des Mieterstroms. Darüber hinaus sind auf Landesebene noch einige Regelungen zur Nutzung erneuerbarer Energien erlassen worden. Des Weiteren waren die energiepolitischen Entwicklungen geprägt von energiepolitischen Richtungsdiskussionen im Bundestagswahlkampf und im Rahmen mehrerer Landtagswahlen. Bei den Diskussionen ging es vor allem darum, wie die Energieversorgung bezahlbar und sicher bleibt und es zugleich gelingt, die deutschen Energie- und Klimaziele zu erreichen.

Nach wie vor herrscht ein intensiver Preiswettbewerb im Energiemarkt mit hoher Markttransparenz durch Vergleichsportale, Verbraucherschutzorganisationen, Energieberater etc. Bei unverändert hoher Wechselbereitschaft der Kunden führt dies zu Kunden- und Absatzverlusten. Verglichen mit dem Geschäftsjahr 2016 wurde zudem die Absatzsituation der Wärmeenergieträger (Wärmestromprodukte, Erdgas, Fern-/Nahwärme) durch die leicht höhere Durchschnittstemperatur negativ beeinflusst.

Um dem Wettbewerbsdruck zu begegnen, setzt die RheinEnergie konsequent auf marktgängige Produkte in Verbindung mit immer umfangreicheren, kundenorientierten Beratungs- und Dienstleistungen im Sinne eines ganzheitlichen Lösungsanbieters. Begleitet wird dies durch umfassende Aktivitäten zur Bindung und Rückgewinnung von Kunden in allen Segmenten sowie die Entwicklung beziehungsweise den Ausbau neuer Online-Vertriebswege. Sowohl im Bereich der Haushalts- als auch der Sonderkunden gilt es, den Kunden zu vermitteln, dass der Preis nicht der alleinige Entscheidungsfaktor bei der Auswahl des Energielieferanten sein sollte.

Der Stromabsatz der RheinEnergie an Vertriebskunden konnte 2017 gegenüber dem Vorjahr insgesamt um 3,1 % gesteigert werden, da das Geschäft mit Sonderkunden weiter deutlich ausgebaut wurde. Demgegenüber war im Bereich der Privat- und kleinen Gewerbekunden ein Rückgang zu verzeichnen, der sich neben dem nach wie vor starken Wettbewerb auch aus den im Durchschnitt sinkenden Stromverbräuchen der Kunden erklärt. Hier wirken unter anderem technische Optimierungen (zum Beispiel durch energieeffizientere Geräte) und ein bewussteres Verbrauchsverhalten der Kunden zusammen.

Im Geschäftsjahr 2017 konnte die RheinEnergie in den einzelnen Sparten folgende Absatzzahlen erreichen: Strom 17.728 GWh, Erdgas 8.210 GWh, Fernwärme 1.138 GWh, Energiedienstleistungen 673 GWh und Dampf 570 GWh.

Die RheinEnergie Trading GmbH als 100%ige Tochtergesellschaft der RheinEnergie AG fungiert als zentraler Marktzugang für Energie und als Dienstleister für energienahe Produkte. Ihre Partner sind neben der RheinEnergie AG die BELKAW GmbH, die AggerEnergie GmbH, die Energieversorgung Leverkusen GmbH & Co. KG (EVL), die evd energieversorgung dormagen GmbH, die Gasversorgungsgesellschaft mbH Rhein-Erft und die Stadtwerke Leichlingen GmbH. Die Aufgabe der Gesellschaft liegt im Einkauf von und Handel mit Energie und energienahen Produkten. 

Die Rheinische NETZGesellschaft mbH (RNG) pachtet und betreibt die Strom- und Erdgasnetze für die RheinEnergie AG und die wesentlichen Tochtergesellschaften. Des Weiteren ist sie für einige der Gesellschaften über einen sogenannten Netzverfügungsvertrag für die Sparten Wasser und Fernwärme als Dienstleister tätig.

Die RheinEnergie ist an der RheinEnergie Express GmbH mit 87,8 % beteiligt. Sie bietet darüber jenseits des Kerngebietes der RheinEnergie deutschlandweit Strom- und Erdgasprodukte an. Zum Jahresende 2017 belieferte die RheinEnergie Express GmbH rund 49.000 Haushalts- und Gewerbekunden.

Die RheinEnergie bündelt sämtliche Windkraftprojekte in der RheinEnergie Windkraft Gruppe. Die RheinEnergie Windkraft GmbH hat von der PROKON Regenerative Energien eG Anfang 2018 jeweils 80,1 % der Geschäftsanteile an drei Windparks mit rund 33 MW Gesamtleistung erworben, die im dritten Quartal 2017 in Betrieb genommen wurden. PROKON übernimmt langfristig die technische Betriebsführung der Anlagen. Zum Jahresende 2017, also noch ohne das neue Windparkportfolio, betrieb die RheinEnergie Windkraft Gruppe insgesamt 86 Anlagen mit einer installierten Leistung von rund 140 MW.

Die RheinEnergie bündelt in ihrem Tochterunternehmen RheinEnergie Solar GmbH sämtliche Solarprojekte und Fotovoltaik-Aktivitäten. Im Jahr 2017 erweiterte die RheinEnergie Solar GmbH ihr Portfolio um eine Fotovoltaik-Anlage auf einer stillgelegten Deponie in Nord-Thüringen mit einer Leistung von 2,6 MWp. Die insgesamt installierte Leistung der RheinEnergie Solar GmbH inklusive ihrer Tochterunternehmen betrug zum Jahresende 2017 rund 28 MWp.

Im Geschäftsjahr 2017 realisierte die RheinEnergie vor allem wegen der Absatzrückgänge bei Erdgas und Wärme und einer Preissenkung bei Erdgas ein gegenüber dem Vorjahr leicht um 19 Mio. € reduziertes Umsatzniveau von 2.438 Mio. € (Vorjahr 2.457 Mio. €). Vom Gesamtumsatz ohne Strom- und Energiesteuer entfielen auf die Verkaufserlöse nach Sparten (ohne periodenfremde Effekte): Strom 1.422 Mio. € (Vorjahr 1.420 Mio. €), Erdgas 245 Mio. € (Vorjahr 285 Mio. €), Wärme (inklusive Dampf) 168 Mio. € (Vorjahr 184 Mio. €) und Wasser 135 Mio. € (Vorjahr 134 Mio. €). 

Im operativen Bereich kam es neben den rückläufigen Umsatzerlösen insbesondere zu einem Rückgang der sonstigen betrieblichen Erträge auf 81 Mio. € (Vorjahr 123 Mio. €); der Vorjahreswert war vor allem von der Auflösung nicht mehr benötigter Rückstellungen geprägt. Der Materialaufwand in Höhe von 1.850 Mio. € sank gegenüber dem Vorjahreswert von 1.894 Mio. € deutlich; Hintergrund waren die niedrigeren Gasbezugsaufwendungen sowohl für die Eigenerzeugung als auch für den Vertriebsabsatz. Der erhöhte Personalaufwand von 254 Mio. € (Vorjahr 245 Mio. €) resultierte insbesondere aus der Tariferhöhung und der im Vorjahr enthaltenen Entlastung der Aufwendungen für Altersversorgung aufgrund der erstmaligen Anwendung des 10-jährigen Rechnungszinses. Eine deutliche Ergebnisverbesserung ergab sich aus den rückläufigen Abschreibungen (48 Mio. €, Vorjahr 76 Mio. €); im Vorjahr beinhaltete diese Position außerplanmäßige Abschreibungen einer Kraftwerksanlage. Gegenläufig entwickelten sich die sonstigen Aufwendungen (224 Mio. €, Vorjahr 186 Mio. €). Insgesamt ging das operative Ergebnis um 51 Mio. € von 189 Mio. € im Vorjahr auf 138 Mio. € im Berichtsjahr zurück. Das Finanzergebnis stieg deutlich um 43 Mio. € von -25 Mio. € im Vorjahr auf 18 Mio. € im Berichtsjahr an. Der Ertragsteueraufwand lag mit 11 Mio. € leicht über dem Vorjahresniveau. Das Ergebnis nach Steuern erreicht 145 Mio. € (Vorjahr 155 Mio. €). Von dem Ergebnis nach Steuern erhält der Gesellschafter innogy SE eine Ausgleichszahlung nach § 304 AktG von 23 Mio. € (Vorjahr 28 Mio. €). Zur Stärkung der Eigenkapitalbasis für getätigte und zukünftige Investitionen wird ein Betrag von 10 Mio. € den Gewinnrücklagen zugeführt (Vorjahr 0 Mio. €). Ein Gewinn von 112 Mio. € (Vorjahr 127 Mio. €) wird an den mit 80 % beteiligten Mehrheitsgesellschafter GEW Köln AG abgeführt.

BRUNATA-METRONA, Hürth

Das Geschäft der BRUNATA-METRONA wird wesentlich durch den Bestand an Wohngebäuden mit drei oder mehr Wohneinheiten bestimmt. Das für die beiden Gesellschaften relevante Marktvolumen, bezogen auf den Bestand an Mehrfamilienhäusern, hat sich 2017 gegenüber dem Vorjahr um 0,25 % erhöht. Für das verfügbare Marktvolumen für Wärmemessdienstleistungen ist allerdings zu berücksichtigen, dass Neubauten mit einem sehr hohen Standard der Energieeinsparung teilweise nicht mehr zur verbrauchsabhängigen Abrechnung von Wärme und Warmwasser nach der Heizkostenverordnung verpflichtet sind.

Deutschland ist hinsichtlich Wärmemessdienstleistungen ein vollständig erschlossener und verteilter Markt, in dem weitere Anteile nahezu ausschließlich durch Verdrängung zu gewinnen sind. Dieser Umstand führt zu erheblichem Wettbewerbsdruck, was insbesondere im Großkundenbereich tendenziell rückläufige Preise zur Folge hat.

BRUNATA-METRONA hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr sehr gut behauptet und konnte sowohl den Bestand an betreuten Gebäuden als auch an Wohneinheiten stärker als das relative Marktwachstum ausbauen. Die Bindung der Kunden an die Unternehmen ist wegen des vollständigen Leistungsangebotes, hohen Qualitätsstandards und der intensiv betriebenen Kundenpflege sehr hoch. 

Die konsolidierten Umsatzerlöse der BRUNATA-METRONA stiegen im abgelaufenen Geschäftsjahr auf 116,0 Mio. € und lagen damit um 4,8 Mio. € bzw. 4,3 % über dem Vorjahreswert. Die Mehrerlöse resultieren insbesondere aus Steigerungen im Kerngeschäft bei Gerätevermietungen für die Erfassung von Wärme und Wasser, den Abrechnungsdienstleistungen und den Miet- und Wartungserlösen für Rauchmelder. Aufgrund der positiven Umsatzentwicklung hat sich das Ergebnis ebenfalls gegenüber dem Vorjahr erhöht.

NetCologne Gesellschaft für Telekommunikation mbH, Köln

Der Markt für Telekommunikation ist nach wie vor durch intensiven Wettbewerb, großen Preisdruck, zunehmenden Bandbreitenbedarf und hohe Wechselbereitschaft der Kunden geprägt. Im Jahr 2017 konnte sich die NetCologne in diesem schwierigen und dynamischen Marktumfeld behaupten und besaß von den bundesweit rund 32,6 Mio. Festnetzanschlüssen einen Marktanteil von 1,2 %. Als technische Grundlage dient im Wesentlichen das eigene, hochleistungsstarke Breitbandnetz, über welches rund 69,6 % (Vorjahr 62,2 %) der Teilnehmer-Anschlüsse realisiert worden sind.

Wie in den Vorjahren konzentrierte sich das Breitbandwachstum der NetCologne auch 2017 schwerpunktmäßig auf die FttC-Infrastruktur (Glasfaserausbau bis zum Kabelverzweiger). Nachdem das bisherige Verbreitungsgebiet bereits weitestgehend mit Breitbandtechnologien versorgt und damit abgesichert werden konnte, standen 2017 überwiegend Expansionsgebiete im Fokus, die zusätzliches Vertriebspotenzial darstellen. Der Netzausbau erfolgte dabei sowohl in Eigenleistung, als auch mittels Kooperationen mit Städten, kommunalen Unternehmen und Energieversorgern. Seit 2015 setzt NetCologne in nahezu allen FttC-Ausbaugebieten die Vectoring-Technologie ein und kann damit in 
aller Regel flächendeckend eine Breitbandversorgung mit Übertragungsgeschwindigkeiten von bis zu 100 Mbit/s anbieten. Somit sind die neuen Netze ein zunehmend starker Standortfaktor für Städte und Gemeinden. Darüber hinaus bedingt die Vectoring-Technologie eine technische Exklusivität, die das Wholesale-Geschäft der NetCologne mit anderen Anbietern entsprechend stärken wird. 

Mittlerweile ist der Flächenausbau mit FttC/Vectoring nahezu abgeschlossen, so dass NetCologne sich von nun an auf FttB (Glasfaser bis in die Gebäude), ausgehend vom Kerngebiet Köln, konzentrieren wird. Im Oktober 2017 hat NetCologne mit „DigitalNetCologne“ ein Maßnahmenpaket für die Digitalisierung von Köln vorgestellt. Es umfasst den Flächenausbau der größten Gewerbegebiete mit FttB, den FttB-Ausbau weiterer rund 100.000 Kölner Haushalte, die Anbindung aller Schulen in Köln mit FttB im Jahr 2018 sowie die Ausweitung von HOTSPOT.KOELN, dem freien WLAN-Netz von NetCologne, an zentralen Plätzen der Stadt. Vorbereitende Maßnahmen hierfür sind bereits 2017 angelaufen.

Um das eigene FttB-Glasfasernetz optimal auszulasten, hat NetCologne Mitte 2017 einen Kooperationsvertrag mit einem Partner geschlossen und damit einen neuen Kunden für die Wholesale-Vermarktung gewinnen können. Gegen Zahlung eines Verbindungsentgeltes wird dieser Partner künftig über eine gemeinsame Schnittstelle Zugang auf die FttB-Infrastruktur von NetCologne erhalten und eigene Endkunden über das NetCologne-Glasfasernetz versorgen können. Der Start dieser Zusammenarbeit ist für das 2. Quartal 2018 geplant. 

Im Rahmen der Initiative Schulen im NetCologne-Netz unterstützt das Unternehmen seit 20 Jahren Schulen mit Internetzugängen und treibt den Ausbau der digitalen Infrastruktur voran. Heute betreut der NetCologne-Schulsupport mit 45 Mitarbeitern über 600 Schulen in Köln und dem Kölner Umland und sorgt dafür, dass dort eine funktionierende IT sichergestellt ist. Mit der Ausbauoffensive DigitalNetCologne geht der Ausbau an den Kölner Schulen auch in Zukunft weiter.

Die Gesellschaft erzielte 2017 Umsatzerlöse von 266,1 Mio. €; diese lagen um 3,9 Mio. € über dem Vorjahresniveau. Die Überschreitung war im Wesentlichen auf die steigenden Erlöse im Privatkundenbereich zurückzuführen, unter anderem aufgrund erhöhter Umsätze im Wholesale- und Festnetzbereich. Im Gegensatz zum Umsatz ist der Materialaufwand mit 125,5 Mio. € in etwa auf Vorjahresniveau geblieben. Insgesamt belief sich der Jahresüberschuss 2017 auf 3,8 Mio. € und liegt somit unter dem Vorjahreswert von 6,5 Mio. €, der einen Sondererlös aus einer Vergleichszahlung enthielt.

Stadtwerke Düsseldorf AG, Düsseldorf

Im Jahr 2017 hat die GEW Köln AG eine Dividende in Höhe von 4,9 Mio. € (Vorjahr 5,0 Mio. €) für das Geschäftsjahr 2016 von der Stadtwerke Düsseldorf AG vereinnahmt. Wie im Vorjahr wurde der Jahresüberschuss 2016 der Gesellschaft zu 50 % thesauriert.

RW Gesellschaft für Anteilsbesitz II mbH

Die GEW Köln AG hält über die RW Gesellschaft für Anteilsbesitz II mbH mittelbar Aktien der RW Holding AG. Diese hat bisher Dividendenerträge der von ihr mittelbar und unmittelbar gehaltenen Aktien der RWE AG vereinnahmt und diese im Rahmen der Gewinnverwendung über eine Holdingstruktur an ihre mittelbaren Aktionäre ausgeschüttet. Im Geschäftsjahr 2017 hat die GEW Köln AG wie im letzten Jahr keinen Beteiligungsertrag vereinnahmt. Der Grund liegt darin, dass die Hauptversammlung der RWE AG beschlossen hat, nach dem Jahr 2015 auch für das Geschäftsjahr 2016 keine Dividende für Stammaktien auszuschütten.

Die RW Holding AG befindet sich derzeit in der Liquidation. Auch das gesamte Holding-Konstrukt wird in mehreren aufeinanderfolgenden Schritten aufgelöst. Hauptziel ist die Rückerlangung der unmittelbaren Verfügung über die eingebrachten RWE-Aktien.

Sonstige geschäftliche Aktivitäten

Aus einer langfristigen Ausleihung wurden im Geschäftsjahr 2017 rund 0,2 Mio. € (Vorjahr 0,7 Mio. €) an Zinserträgen vereinnahmt. Planmäßig soll das Darlehen 2018 zurückgeführt werden.

Chancengleichheit zwischen Männern und Frauen

Im Rahmen des „Gesetzes für die gleichberechtigte Teilhabe von Männern und Frauen an Führungs­positionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst“ hatte die GEW Köln AG die Erreichung des Ziels eines mindestens dreißigprozentigen Frauenanteils für Vorstand und Aufsichtsrat bis zum 30. Juni 2017 formuliert. Zum Stichtag wurden die angestrebten Zielvorgaben nicht erreicht, was darauf zurückzuführen ist, dass es in dem entsprechenden Zeitraum in den Positionen der GEW Köln AG kaum Fluktuation gab. 

Im Geschäftsjahr 2017 hat die GEW Köln AG das Ziel eines mindestens dreißigprozentigen Frauenanteils für Vorstand und Aufsichtsrat neu formuliert; die Zielgrößen sollen spätestens zum 30. Juni 2022 erreicht werden. 

Die GEW Köln AG engagiert sich im Sinne dieses Gesetzes auch dafür, junge Frauen für technische Berufe zu begeistern.

Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Zum 31. Dezember 2017 beträgt die Bilanzsumme der GEW Köln AG 1.018,5 Mio. € (Vorjahr 997,8 Mio. €).

Die Bilanzsumme im Geschäftsjahr 2017 erhöht sich gegenüber dem Vorjahr um 20,7 Mio. €. Die Aktivseite erhöht sich im Wesentlichen durch eine Zunahme der Forderungen gegen verbundene Unternehmen um 15,7 Mio. €. Auf der Passivseite erhöhen sich die Verbindlichkeiten gegenüber der Stadtwerke Köln GmbH um 20,4 Mio. € im Wesentlichen aufgrund der höheren Gewinnabführung für das Geschäftsjahr 2017.

Eine detaillierte Kapitalflussrechnung ist im Anhang enthalten. Sie weist einen Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit von -5,2 Mio. € (Vorjahr -4,3 Mio. €) aus. Unter Berücksichtigung des Cashflows aus der Investitionstätigkeit von 162,4 Mio. € (Vorjahr 153,5 Mio. €) und aus der Finanzierungstätigkeit von -157,2 Mio. € (Vorjahr -149,2 Mio. €) ergibt sich zum Bilanzstichtag ein Finanzmittelbestand von 0,0 Mio. € (Vorjahr 0,0 Mio. €). Die Gesellschaft war jederzeit in der Lage, ihren finanziellen Verpflichtungen gerecht zu werden.

Das Ergebnis vor Steuern beläuft sich auf 152,1 Mio. € (Vorjahr 112,1 Mio. €), geplant waren für diesen bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikator rund 136 Mio. €. Die Abweichung gegenüber dem Plan resultiert im Wesentlichen aus einer Zuschreibung auf Finanzanlagen und höheren Gewinnen aus Ergebnisabführungsverträgen. Nach Berücksichtigung von Ertragsteuern in Höhe von 4,1 Mio. € (Vorjahr 3,8 Mio. €) beträgt die Gewinnabführung an die Stadtwerke Köln GmbH 148,0 Mio. € (Vorjahr 108,3 Mio. €). Der Anstieg ist im Wesentlichen auf ein deutlich verbessertes Finanzergebnis zurückzuführen.

Insgesamt verfügt die GEW Köln AG weiterhin über eine gute Vermögens-, Finanz- und Ertragslage.

Öffentliche Zwecksetzung beziehungsweise Zweckerreichung
(Berichterstattung gemäß § 108 Abs. 3 Nr. 2 GO NRW)

Neben einer angemessenen Eigenkapitalverzinsung werden die Kunden der operativen Tochterunternehmen sicher und im Preisvergleich zum Bundesdurchschnitt günstig mit telekommunikations- und energienahen Dienstleistungen bedient beziehungsweise mit Strom und Wärme unter Einsatz umweltschonender Energieerzeugungstechniken und schadstoffarmer Brennstoffe sowie mit Erdgas und Wasser beliefert.