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Pressemitteilung der KVB AG
Gute Werte bei Fahrgastzahlen,
Erlösen und Aufwanddeckungsgrad
KVB mit gutem Jahresergebnis 2009
Das wirtschaftliche Ergebnis der Kölner Verkehrs-Betriebe AG für das
Jahr 2009 ist sehr zufriedenstellend: So viele Fahrgäste wie nie zuvor
nutzten den Nahverkehr in Köln. Bei den Erlösen wurde ein Bestwert
erreicht, ebenso wie beim Aufwanddeckungsgrad, der das Verhältnis
von Einnahmen zu Ausgaben widergibt. Das Unternehmensergebnis ist
um 5,7 Prozent besser als im Vorjahr: Mit einer Unterdeckung von
-97 Mio. Euro (Vorjahr -102,9 Mio. Euro) wird erstmals seit fünf Jahren
die 100-Mio.-Euro-Grenze unterschritten. Im Rahmen des
Organschaftsvertrags wird der Verlust durch die Stadtwerke Köln GmbH
abgedeckt.
Kennzahlen aus dem Ergebnis
Mit 265,8 Millionen Fahrgästen – dies sind 1,6 Prozent mehr als im Vorjahr –
hat die KVB im Jahr 2009 die positive Entwicklung der Vorjahre fortgesetzt. Im
Verkehrsverbund Rhein-Sieg (VRS) stieg die Zahl der Fahrgäste im gleichen
Zeitraum auf 494,1 Millionen Fahrgäste (+0,7 Prozent), im Bereich des
Verbands Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) stieg die Zahl um
1,2 Prozent auf 9,8 Milliarden beförderte Personen.
Die Erlöse der KVB aus Fahrgeldeinnahmen stiegen um 4,2 Prozent auf 172,7
Mio. Euro (Vorjahr 165,8 Mio. Euro). Zusammen mit den übrigen Verkehrsund
Umsatzerlösen erzielte die KVB 201,9 Mio. Euro (Vorjahr 197,4 Mio. Euro).
Beim Materialaufwand (96,8 Mio. Euro) konnten die Kosten um
1 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahr gesenkt werden, bei den sonstigen
betrieblichen Aufwendungen (23,6 Mio. Euro) um 2,5 Mio. Euro. Bei unverändert hohen Verkehrsleistungen – 53,5 Millionen Wagenkilometer,
davon 34 Millionen Wagenkilometer Stadtbahn und 19,5 Millionen
Wagenkilometer Bus – und steigenden Fahrgastzahlen konnte somit die
Produktivität der KVB gesteigert werden: Dafür dankt der Vorstand der
KVB allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.
Mit diesem Ergebnis konnte ein wesentlich besseres Verhältnis von
Einnahmen zu Ausgaben erreicht werden. Die gute Einnahmen-Situation,
die erfolgreichen Restrukturierungsmaßnahmen der KVB und die
Ausgabendisziplin bei den Kosten ließen den Aufwanddeckungsgrad um
knapp 2 Prozentpunkte auf 71,4 Prozent (Vorjahr 69,5 Prozent) anwachsen
– der beste Wert für die KVB seit Jahrzehnten.
Der Personalaufwand stieg im Berichtsjahr um 9,5 Mio. Euro
(5,9 Prozent) auf 170,9 Mio. Euro an, vor allem bedingt durch eine
geänderte Bewertung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche
Verpflichtungen.
260000 Kölner sind Stammkunden der KVB
Die positive Entwicklung bei der Kundenbindung, die sich seit Jahren in
dem regelmäßigen Zuwachs insbesondere an Stammkunden mit
Zeitkarten zeigt, setzte sich auch 2009 fort. Dies ist das Ergebnis
kontinuierlicher, zielgerichteter Marketing-Aktivitäten und verdeutlicht
die gute Resonanz der Kölner Bevölkerung auf das Angebot der KVB.
Der Bar-Verkauf von Einzel-und ViererTickets hat weiter abgenommen,
der Anteil am Gesamtverkauf liegt bei nur noch 9,4 Prozent. Deutlich
verbesserten sich wiederum die attraktiven ZeitTicket-Angebote, die
mit 195,5 Millionen rund drei Viertel der Kundennachfrage ausmachen.
Davon entfallen 29 Prozent auf die MonatsTickets, gleichauf gefolgt von
Job- und SchülerTickets mit je 20 Prozent.
Mitarbeiterzahlen
Die Zahl der Beschäftigten bei der KVB einschließlich der
Auszubildenden sank zum 31. Dezember 2009 im Vergleich zum
Vorjahr um sieben auf 3155. Hervorzuheben ist die darin enthaltene
Zahl von 114 Auszubildenden, 41 für die kaufmännischen und 73 für
die technischen Berufe. Die KVB bildet seit Jahren freiwillig über ihren
Bedarf hinaus aus und leistet damit einen bedeutsamen Beitrag für den
Arbeitsmarkt und für die beruflichen Chancen der jungen Generation.
Auch bei der Beschäftigung von Schwerbehinderten leistet die KVB
mehr als gesetzlich vorgesehen: Die Pflichtzahl von 153 Arbeitsplätzen
für Schwerbehinderte wird mit 190 besetzten Plätzen um mehr als ein
Viertel übertroffen.
Investitionen in die Zukunft
Insgesamt erfuhren die Investitionsausgaben im Jahr 2009 mit
151,6 Mio. Euro (Vorjahr 109,3 Mio. Euro) eine deutliche Steigerung.
Größtes Einzelprojekt war im Berichtsjahr mit einem Volumen von
82,3 Mio. Euro erneut der Bau der Nord-Süd Stadtbahn Köln. Verschiedene
andere Bauvorhaben zur Verbesserung der Infrastruktur – Erneuerung
von 20 Fahrtreppen, Stellwerksneubau in Deutz und Kalk, umfangreiche
Gleiserneuerungen – machten zusammen 30,9 Mio. Euro aus. Weitere
Investitionen entfielen auf die Beschaffung neuer Fahrzeuge und den Umbau
des Omnibusbetriebshofs Nord.
Fünf-Jahres-Programm zur Erneuerung der Infrastruktur
Neben allen Sparbemühungen hat die KVB ein ehrgeiziges
Programm zur Erneuerung und Funktionsverbesserung von
Infrastruktureinrichtungen für die nächsten fünf Jahre entwickelt:
- Erneuerung von Automaten (5 Mio. Euro),
- Modernisierung der zentralen Leitstelle (4,5 Mio. Euro),
- Erneuerung von Unterwerken (11,5 Mio. Euro),
- Erneuerung von Fahrgastinformationsanzeigern (4,7 Mio. Euro),
- neue Großflächenanzeiger (1,5 Mio. Euro),
- Erneuerung der Zugsicherungstechnik (15 Mio. Euro),
- Erneuerung von Gleisen (40 Mio. Euro).
Als weitere bedeutende Projekte für die nahe Zukunft sind zu nennen
- die Verlängerung der Linie 5 unter Einsatz privaten Kapitals
(18,5 Mio. Euro, davon 5 Mio. Euro privates Kapital),
- der Umbau von Stadtbahnwagen der Serie 2100 in eigener Regie
(Gesamtinvestitionen von 43,5 Mio. Euro),
- die Erprobung von Hybrid-Omnibussen (Leasing-Verfahren).
Ausblick
Die insgesamt positive Entwicklung im Geschäftsverlauf des Jahres
2009 hat sich auch in 2010 fortgesetzt. Aus den Daten des ersten
Quartals lässt sich ablesen, dass die steigende Nachfrage nach den
Beförderungsleistungen der Kölner Verkehrs-Betriebe AG weiter anhält:
Die Zahl der Fahrgäste Januar bis März ist im Vergleich zum
Vorjahreszeitraum um rd. 2,3 Millionen (+3,5 Prozent) angestiegen.
Sollten sich die Tendenzen im weiteren Verlauf des Jahres fortsetzen,
sind für das Jahr 2010 sowohl bei den Fahrgastzahlen wie auch bei den
Einnahmen und beim Aufwanddeckungsgrad weitere Verbesserungen
im Ergebnis zu erwarten.
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